Reihe Ernährung Teil 11 - Frische Früchtchen aus aller Welt

Die Cherimoya aus Südamerika wird wegen ihres cremefarbenen Fruchtfleisches und des sahnigen Geschmacks auch Rahmapfel oder Cremefrucht genannt. Ihr Aroma erinnert an eine Mischung aus Ananas, Banane und Papaya mit Sahne und ist so köstlich, dass man die Frucht am besten pur genießen sollte. Die grüne, schuppige Schale wird nicht mitgegessen, ebenso wie die schwarzen, glänzenden Samen im Inneren. Das weißliche Fruchtfleisch lässt sich einfach auslöffeln und ist besonders leicht verdaulich. Ist die Cherimoya noch grün, sollte sie zu hause noch etwas nachreifen, bis sie beginnt, sich bräunlich zu verfärben und auf Druck nachzugeben. Sie ist reich an Kalzium, Phosphor und Vitamin C, außerdem ist der Gehalt an Vitamin B1 und B2 beachtlich.

Curubas zählen, genauso wie Maracujas, zur Gattung der Passionsfrüchte und wachsen vor allem in den kolumbianischen Anden. Die bananenähnliche Frucht isst man, indem man sie der Länge nach halbiert und dann das orangegelbe, geleeartige Fruchtfleisch auslöffelt. Curubas duften angenehm, schmecken säuerlich aromatisch, apfelähnlich und sind gute Vitamin A und C Lieferanten.

Eine Durian oder Stinkfrucht fällt als erstes vor allem durch ihren unangenehmen Geruch auf, der an eine Mischung aus altem Käse, faulen Zwiebeln und Terpentin erinnert. Außerdem sehen die ca. zwei Kilo wiegenden, stachelbewehrten Früchte nicht besonders hübsch aus und sind obendrein für den Laien ziemlich schwer zu öffnen. Kommt man aber an das gelbe, cremige Fruchtfleisch, wird man mit einem köstlichen Geschmack belohnt, der an butterähnlichen Vanillepudding mit leichtem Mandelaroma erinnert. Das, und ihre Nahrhaftigkeit macht die Durian in ihrer Heimat Südostasien zu einer sehr beliebten Frucht.

Der hohe Wassergehalt und der reichlich vorhandene Fruchtzucker der Kaktusfeige macht sie zu einer wichtigen Ernährungsgrundlage für zahlreiche Völker Südamerikas. Um diese Früchte verzehren zu können muss zuerst die gelbe, orange oder rotviolette Schale mit den kleinen Widerhakenstacheln entfernt werden. Dafür werden sie einige Zeit in kaltes Wasser gelegt und anschließend mit einer Bürste von den Stacheln befreit. Jetzt kann man die Haut abziehen oder die Früchte halbieren und auslöffeln. Das Fruchtfleisch ist gelb, rosa, oder rot gefärbt und mit zahlreichen schwarzen Samen durchsetzt, die man einfach mitessen kann. Der Farbstoff ist sehr intensiv und kann sogar den Urin verfärben. Die Früchte können zu hause nachreifen und sollten auf Druck etwas nachgeben.

Die Kumquat wird manchmal Zwergorange genannt und sieht auch genauso aus. Die aus China und Vietnam stammenden Früchte kann man einfach als Ganzes mitsamt Schale verzehren. Wegen ihres herb-süßen Aromas eignen sie sich als Zutat für Cocktails, Fruchtsalate und Desserts. In Scheiben geschnitten sind sie zudem sehr dekorativ.

Besonders exotisch sieht die Pitahaya , eine Kaktusfrucht aus Kolumbien, aus. Sie ist oval, ca. 10 cm lang und hat eine gelbe Haut mit warzenartigen Auswüchsen und Wülsten. Ihr weißliches bis violettes Fruchtfleisch ist erfrischend und aromatisch und lässt sich aus der längs halbierten Frucht leicht herauslöffeln. Die darin gleichmäßig verteilten Samen kann man ruhig mitessen, ähnlich wie Kiwisamen. Die Exoten enthalten viel Kalzium, Eisen und Phosphor und sind verdauungsfördernd. Neben der gelbfruchtigen Art gibt es auch eine mit roten, glatthäutigen Früchten, deren leuchtendrotes Fruchtfleisch jedoch weniger schmackhaft ist.

Die Rambutan kommt aus Thailand und Malaysia und gehört zu der selben Pflanzengruppe wie die Litschi. Die rote Schale ist in viele kleine Felder unterteilt, aus denen Stacheln wachsen, die sich um die Frucht wickeln. Wie bei der Litschi muss man sie vor dem Verzehr entfernen. Am besten ritzt man sie dazu mit einem scharfen Messer ein und klappt die beiden Seiten auseinander. Das freigelegte süße und saftige, etwas durchscheinende Fruchtfleisch isst man am besten gekühlt als frisches Obst. Manchmal löst es sich etwas schwer von dem ungenießbaren Kern in der Mitte. Sie sind leicht verdaulich und reich an wichtigen Mineralstoffen, vor allem an Kalzium und Eisen und sind Vitamin C-reicher als die artverwandten Litschis.
 
Tamarillos werden auch Baumtomaten genannt, weil sie in Aussehen und Geschmack der heimischen Tomate ähneln. Das geleeartige, von essbaren Samen durchzogene Innere schmeckt in Salaten, zu Käse, angebraten als Beilage oder einfach solo. Die bittere Schale sollte man aber vorher abziehen, das geht am einfachsten, wenn man sie vorher mit heißem Wasser überbrüht. Alternativ kann die Tamarillo auch ausgelöffelt werden. Bemerkenswert hoch ist ihr Gehalt an Vitamin C, ebenso an Provitamin A sowie an Eisen, Kalzium, Magnesium und Phosphor. Die unreif geernteten Früchte reifen auf dem Transport nach. Wenn sie auf Druck nachgeben, sollte man sie bald verzehren. Die Aufbewahrung im Kühlschrank empfiehlt sich.