Pubertät

Dr. Stier ist Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin in einer Praxisgemeinschaft in Butzbach und Beauftragter für Jugendmedizin des BVKJ e. V. Hessen. Darüberhinaus ist er Initiator der Jugendgesundheitstage, die inzwischen in zahlreichen bundesdeutschen Städten stattgefunden haben. Das Thema Pubertät liegt ihm bei seiner praktizierenden Tätigkeit besonders am Herzen. Guido Glück von der Fachstelle für Suchtprävention im Wetteraukreis hat ihn dazu für das "starke-eltern Portal" befragt.
"starke-eltern.de" im Gespräch mit Dr. Stier:

SE: "Vielen Dank Dr. Stier dass sie sich Zeit genommen haben um ein Experteninterview für unsere Homepage „www.starke-eltern.de“ zu geben. Sie sind Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin in einer Praxisgemeinschaft in Butzbach und Beauftragter für Jugendmedizin des BVKJ e. V. Hessen. Ferner sind Sie Initiator der Jugendgesundheitstage die inzwischen in zahlreichen bundesdeutschen Städten stattgefunden haben.

SE: "Wieso beschäftigen Sie sich so intensiv mit dem Thema Pubertät?"

Dr. Stier: "Die Pubertät nimmt für mich eine Schlüsselstellung in der Entwicklung des Menschen ein. Alle Erfahrungen, das Wissen, die Erkenntnisse die im Säuglingsalter, Kindheit, Schulkindalter gesammelt wurden, werden in der Pubertät auf das jeweilige Individuum zurechtgestutzt, damit es individuell genutzt werden kann und brauchbar ist.
Das geht nach dem Prinzip: use it, or loose it.
Dinge, die immer wieder auftauchen und für das eigene Leben wichtig sind und sich bewährt haben (und sich im jeweiligen Umfeld wieder finden) manifestieren sich. Alles andere, was sich im direkten Lebensumfeld nicht wieder findet wird aussortiert und abgebaut oder umgebaut.
Man kann das vielleicht mit einem Computer vergleichen, bei dem am Anfang nur ein Betriebssystem installiert ist als Grundbaustein. Dann werden im Laufe der ersten Jahre immer mehr Programme aufgespielt mit denen dann im Kleinkindalter und Schulalter gearbeitet wird. Wie man weiß sind Kinder wie Schwämme die erst mal alles aufsaugen. Sie sammeln also viele Daten und Informationen. Diese Daten sind aber noch nicht sortiert und die Pubertät sorgt dafür, dass sie selektiert, individualisiert und aufbereitet werden. Das ist ein sehr spezieller Prozess der Persönlichkeits- und Ich-Findung dem dann, nach der Spezialisierungsphase, die Stabilisierungsphase folgt. Das läst sich auch hirnorganisch sehr gut feststellen. Erst erfolgt der Umbau und anschließend die Stabilisierung durch die Ummantelung (Myelinisierung). Wir Erwachsenen haben mit der Pubertät letztmalig ein Fenster und damit eine Möglichkeit einzugreifen, zu beeinflussen und können noch mal neue Inputs einbringen. Später wird das wesentlich schwerer bzw. unmöglich.
Die Pubertät ist der eigentliche Motor für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, für die Ichwerdung des Menschen und somit auch für die Entwicklung der Gesellschaft.
Dabei beschreibt die Pubertät nicht nur die biologische sondern auch die mentalen und sozialen Komponenten die natürlich ebenso im Umbruch sind wie die biologischen Komponenten. Das alles fällt zusammen mit der Geschlechtsidentitätsentwicklung, Beginn des Sexualtriebes und des Aufbaus von ersten Paarbeziehungen. Für die Natur ist es wichtig das sich jetzt starke Paare bilden um Kontinuität zu gewährleisten und die Art zu erhalten."

SE: "In welchen Bereichen informieren Sie, halten Sie Vorträge zum Thema Pubertät?"

Dr. Stier: "Ich mache Vorträge für Eltern und Lehrkräfte in Schulen und weiter biete ich Pubertätsseminare, Eintagesseminare an wo sich Eltern und Lehrer mit Fragen und Problemstellungen der Pubertät auseinandersetzten können und Erfahrungen bekommen, mit den Besonderheiten der Pubertät umzugehen. Sie erweitern ihr Wissen zum Thema und sollen erkennen, dass die Pubertät keine Schreckensphase ist sondern eine wichtige und kraftvolle Entwicklungsphase. Weiß man über Zusammenhänge der Pubertät bescheid lässt sich viel leichter und lockerer damit umgehen und die Atmosphäre in der Familie wird wesentlich entspannter.
In der Pubertät stoßen die Jugendlichen auch auf viel zu viel Schwierigkeiten, die von außen an sie herangetragen werden und das hindert sie daran ihr eigentliches Potential zu entfalten.
Genauso ist es in unserem Bildungssystem, dass sich auf die speziellen Eigenheiten, die sich während der Pubertät ergeben, zu wenig einstellt. In meinen Augen gibt es den immer wieder zitierten Leistungsabfall in der Pubertät überhaupt nicht, es gibt nur ein , auf die Umwandlungsprozesse schlecht eingestelltes Bildungssystem. Im Bereich der Bildungsvermittlung könnte mit geeigneten Unterrichtseinheiten und Methoden viel mehr erreicht werden wenn man die Erkenntnisse über Pubertät mehr berücksichtigen würde. Durch ein besseres Verständnis von Pubertät könnte das Potential der Jugendlichen, z.B. sehr ausgeprägt im Bereich der Phantasie und Kreativität (Musik und Kunst), viel stärker genutzt werden."

SE: "Welche Fragen werden im Rahmen dieser Vorträge und Seminare am häufigsten gestellt?"

Dr. Stier: "Am häufigsten werden ganz konkrete Fragen gestellt wie z. B. : Wie gehe ich damit um wenn mein Sohn/ meine Tochter nicht mehr um 22 Uhr nach Hause kommen will sondern erst um 0 Uhr? Wie gehe ich damit um wenn sie auch mal über Nacht bei irgendwelchen Freunden bleiben wollen? Was mache ich wenn Jugendliche mal alleine Urlaub machen wollen, womöglich noch gemischtgeschlechtlich, oder wie gehe ich mit „Null-Bock auf Schule“ um?
Weiter gilt es Fragen zu häuslichen Auseinandersetzungen zu beantworten wie z. B.: `Ich komme mit meinem Sohn/meiner Tochter nicht mehr klar, weil wir uns nicht mehr verstehen.` `Mit diesen Stimmungsschwankungen kann ich nicht mehr umgehen, heute so morgen so. Erst haben wir wahnsinnigen Streit und fünf Minuten später werde ich um 5,- € angehauen`, usw.. Mir geht es darum das Verständnis dafür zu fördern, was sich da eigentlich abspielt bei den Jugendlichen. Die Pubertierenden sind ja selbst oft unglücklich über gewisse Eigenarten die sie im Rahmen der pubertären Entwicklung vorübergehend aufweisen.
Hier ist es wichtig mehr Verständnis zu entwickeln und zu unterstützen, dass entkrampft die Situation und hilft das Potential, dass in der Pubertät steckt viel besser zu nutzen."

SE: "Wird in den neuen Bildungsideen, die zur Zeit in den Schulen entwickelt werden, genug Rücksicht auf pubertätsspezifische Inhalte genommen?"

Dr. Stier: "Bisher geschieht dies sehr empirisch. Man weiß ja schon relativ lange dass veränderte Unterrichtsmethoden wie z. B. Teamarbeit, Projektarbeit, Kleingruppenarbeiten, Theaterarbeit, künstlerisch- kreatives Arbeiten usw. wesentliche Erfolge aufweisen. Man hat solche Ideen nun auch mehr und mehr im staatlichen Bildungseinrichtungen versucht einzuführen und man kommt zunehmend weg vom reinen Frontalunterricht. Das ist gut so, aber leider fehlt zu oft das Verständnis dafür warum diese Methoden so erfolgreich sind. Das liegt daran, dass man sich zu wenig mit den Hintergründen der pubertären Entwicklung beschäftigt. In der Pubertät ist es z. B. so, dass sich das konkrete zum abstraktem Denken wandelt. Wenn man dann mit den gleichen Bildungsmaßstäben wie zuvor weiterarbeitet, muss man Schiffbruch erleiden. In der Pubertät sind Phantasie und Kreativität an oberster Stelle. Wenn man sich das mit den geeigneten, zuvor genannten Methoden, zu Nutze macht, erreicht man sehr viel. Ein Beispiel dafür ist das, in den Waldorfschulen stattfindende Feldmesspraktikum, wobei man immer wieder feststellen kann, dass Mathematik und Physik zum Anfassen sehr erfolgreich sind. Der Hintergrund davon ist, dass im mittleren Adoleszenzbereich sich bestimmte Hirnzentren, ich nenne hier nur mal den Begriff limbisches System, Amygdalakerne, und Hippocampus, einen erheblichen Umbau und in Folge eine Stabilisierung erleben, wobei das Frontalhirn, als oberste Kontrollinstanz noch lange eine Baustelle ist. Sie entwickeln und entfalten sich in dieser Phase und können durch solche Unterrichtsmethoden gefördert werden. Nicht zuletzt ist gerade deswegen in dieser Phase alles Künstlerische so erfolgreich."

SE: "Findet das Thema Pubertät in ihrer Praxis als Kinderarzt, bei Vorsorge- oder anderen Untersuchungen einen Platz?"

Dr. Stier: "Es findet auf jeden Fall Platz, weil natürlich viele Fragen zum Thema Schulprobleme und innerfamiliäre Konflikte kommen. Dann kann den Eltern in der Beratung sehr anschaulich dargestellt werden, dass die Pubertät eine sehr produktive Phase ist, die überhaupt nicht den Schrecken hat wie es vermutet wird. Es kann zu einer sehr fruchtbaren Kooperation zwischen Jugendlichen und Eltern kommen, wenn man bestimmtes Wissen mitbringt, und das versuche ich in einem persönlichen Gespräch zu vermitteln."

SE: "In der Pubertät kommt es ja oft zu unerträglichen Spannungen und Konflikten zwischen Eltern und Jugendlichen. Was für praktische Tips können Sie den Eltern geben um damit besser umgehen zu können? ( sie auch Anhang)"

Dr. Stier: "Grundsätzlich ist es immer so, dass die Eltern am stärkeren Hebel sitzen und die Initiative ergreifen müssen um bei Konflikten wieder aufeinander zu zugehen. Das kann man von den Jugendlichen nicht erwarten. Die Pubertät ist auch eine Zeit wo es zu einer Destabilisierung des Ichs kommt und wo die Jugendlichen in einer sehr verletzbaren Phase sind. Das heißt, dass man auf keinen Fall die Türe zuschlagen darf, sondern immer gesprächsbereit sein sollte.
Das bedeutet aber nicht das man von seinen wichtigen Überzeugungen und Standpunkten abweichen sollte, es kommt viel mehr darauf an, dass man durch gutes Vorbildverhalten und Überzeugungsarbeit darstellt was einem und warum einem bestimmte Dinge wichtig sind. In der Phase des Suchens nach dem „Ich“ brauchen Jugendliche Orientierung. Das heißt auch, dass man den Jugendlichen an seinen Erfahrungen, teilweise auch schmerzlichen Erfahrungen partizipieren lassen möchte und Begleiter sein will. Das Entscheidende dabei ist, sich immer wieder dem Jugendlichen zuzuwenden und eine gewisse Emotionalität zu zeigen „Du bist mir wichtig, du bist mir was wert und deswegen springe ich auch über meinen Schatten“. Wenn man es schafft seine Gefühle zu zeigen erreicht man die Jugendliche auch sehr gut. Es ist durchaus wichtig auch eigene Fehler zuzugeben weil dies dem Jugendlichen erleichtert selber Fehler einzugestehen. So baut man ihnen Brücken für ein Gespräch."

SE: "Wenn die Pubertät eine Sortierungs- und Orientierungsphase ist, stellt sich die Frage, in wieweit Eltern und andere, in der Erziehung beteiligte Partner den Jugendlich Orientierung geben müssen."

Dr. Stier: "Das ist ein extrem wichtiger Punkt. Pubertierende brauchen Erwachsene, die sie ernst nehmen und ihnen aus ihrer gemachten Erfahrung eine Orientierung geben. Es geht aber nicht um Prinzipienreiterei sondern um ein gutes Vorleben. Jugendliche richten sich nach dem was sie sehen und nicht nach dem was sie hören. Man muss Standpunkte beziehen aber entscheidend ist die Ehrlichkeit die dahinter steckt. Jugendliche brauchen eine Führung, eine Leitung und man hat das Recht zu sagen womit man nicht einverstanden ist und sollte dazu auch stehen. Wenn man z. B. sagt „Gewalt gibt es bei uns nicht!“ dann trifft das auf alle zu, also auch, dass man selber in der Auseinandersetzung in der Familie keine Gewalt einsetzt. Es muss auch gelebt werden. Dann werden die Jugendlichen es als sinnvoll erleben und selber aufgreifen.
Es handelt sich also um eine Prüfphase für die Eltern in der sie selbst erneut über ihr Leben nachdenken und ihre Standpunkte überprüfen müssen. Es ist eine große Chance auch über sich selbst mehr zu erfahren und sich selbst auf den Prüfstein zu stellen. Die Pubertät ist eine große Herausforderung. Sie ist ein Kunstgriff von der Natur um sich Auseinanderzusetzen und weiterzuentwickeln, nicht nur persönlich und innerfamiliär sonder auch gesellschaftlich. Das Handwerkzeug dazu ist logischerweise die Provokation und die Auseinandersetzung. Die Jugend zwingt in der Pubertät die Erwachsenen immer wieder Standpunkte zu überdenken und eventuell zu verändern. Darin liegt das eigentliche Erneuerungspotential der Familie, ja sogar der ganzen Gesellschaft. Mit dem Kunstgriff der Pubertät ist garantiert, dass eine Überprüfung und Veränderung des Entwicklungspotentials stattfindet. Und damit nicht leichtfertig gute Errrungenschaften über den Haufen geworfen werden, sollte und wird eine Auseinandersetzung stattfinden, in der um die beste Möglichkeit gerungen werden sollte. Das steckt dahinter, wenn Pubertierende ihre oftmals borenden und kontroversen Fragen stellen."

SE: "Welche biologische Veränderungen passieren in der Pubertät, dass es zu so großen Veränderungen kommt?"

Dr. Stier: "Zum einen betrifft es alles was mit der sexuellen und hormonellen Entwicklung einhergeht. Die Entwicklung erfolgt hin zur Geschlechtsidentität, aus der dann auch die Paarbeziehung parallel zur Fortpflanzungsfähigkeit erwächst. Das körperlich Wachstum und die Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale nimmt deutlich zu und es kommt zu einem erheblichen Umbruch- und nachfolgenden Stabilisierung im Gehirn. Es geht um einen Anpassungsprozess der die individuelle Persönlichkeit entstehen läst. Das stärkste Experimentierverhalten ist in der Mitte der Adoleszenz. Dort werden die meisten Auseinandersetzungen und teilweise auch riskanten Experimente z. B. mit Suchtmitteln und Ähnlichem beobachtet. Ein Grund dafür ist, dass das Frontalhirn, also die oberste Kontrollinstanz, eine Baustelle ist und der Pubertierende deshalb relativ wenig rationale Kontrolle darüber hat.. Die Emotionalität, lagernd in den Amygdalakernen, ist in dieser Zeit von vorrangiger Bedeutung.
Dies steht häufig im Konflikt mit dem persönlichen Umfeld, welches dann die Verpflichtung hat deutlich zu machen „was ist wichtig und richtig und was nicht“.
Für diesen Orientierungsrahmen sind in erster Linie die Eltern verantwortlich aber auch die Lehrer und weitere Beziehungspersonen sowie Peers, die einen entsprechenden Input geben können.
Zum anderen betrifft dies auch die emotionale und soziale Entwicklung die von besonderer Bedeutung in der Paarbeziehung ist. Der Mensch erlernt im Kontakt mit anderen soziale Kompetenzen und soziale Verhaltensweisen. Deshalb kann er sich dann später in sozialen Strukturen mit ihren spezifischen Verhaltensregel richtig verhalten.

Noch ein Wort zum Experimentierverhalten, häufig als Risikoverhalten bezeichnet.
Risiken einzugehen, zu experimentieren, schafft unglaubliche Entwicklungsvorteile, wenn man es übersteht. Das schafft wertvolle Erfahrungen und im Sinne der Evolution sind solche Prozesse wichtig. Dabei setzt die Natur ganz bewusst bestimmte Kontrollmechanismen außer Kraft, damit die Jugendlichen experimentieren und sie riskiert dabei durchaus, dass möglicherweise einige Jugendliche das nicht überleben. So brutal das auch klingt, es führt zu einer Erstarkung der Art.
Ein Beispiel, das die Bedeutung des Experimentierverhaltens sehr schön illustriert ist das Verhalten des Dopamins in der Pubertät. Dopamin ist ein Neurotransmitter, eine Substanz die Informationen weiterleitet und man weiß das Dopamin ganz wichtig ist um ein Glücksgefühl, einen Kick zu bekommen. Genau in der stärksten Experimentierphase der Pubertät (und das beweißt erneut wie wichtig die Pubertät für die Entwicklung des Menschen ist) ist die Wirkung des Dopamin auf die Rezeptoren herabgesetzt. Die Jugendlichen brauchen also einen wesentlich stärkeren Kick um ein Glücksgefühl zu bekommen und deswegen gehen sie auch größere Risiken ein. Die Natur will geradezu, dass sie Risiken eingehen.

Unsere Aufgabe als Erwachsene ist es aber die Risiken, die wir als Erwachsene wesentlich besser einschätzen und erkenne können, nicht zu groß werden zu lassen. Wir müssen diejenigen erkennen die sich in Gefahr bringen um dann schnell handeln. Das bedeutet z. T. intensive Betreuung und Begleitung der gefährdeten Jugendlichen.
Ferner müssen wir die Jugendlichen immer wieder auf Gefahren hinweisen. Gerade im Bereich der legalen Suchtmittel passiert das nicht ausreichend, machen doch Werbung und Mediendarstellung diese den Jugendlichen häufig eher schmackhaft. Die Erwachsenen in unserer Gesellschaft stellen Alkopops her und überlegen sich so merkwürdige Dinge wie Flatrate-Saufen und die Jugendliche nehmen diese Angebote auf ihrer Suche gerne in Anspruch. Jugendliche sind, wie zuvor beschrieben, sehr anfällig für solche Angebote, also müssen wir Erwachsene dagegen arbeiten um solche Risiken für pubertierende Jugendliche zu minimieren. Um in einer Gesellschaft zu bestehen, ist es erforderlich, bzw. verschafft Platzvorteile, wenn man mit den Risiken , die sich bieten, umzugehen lernt. Nicht die Pubertierenden sondern die Erwachsenen sind hier das Korrektiv."
 

Anmerkung:

Der Begriff des Pubertierenden (meint beide Geschlechter) wird hier dem Begriff des Jugendlichen gleichgestellt, wohlwissend, dass das Jugendalter einen größeren Zeitrahmen beschreibt als die eigentliche Pubertät.

11 „goldene Regeln“ für die Pubertät
  • 1. Pubertät als Chance begreifen
  • 2. Gelassenheit / Sich erinnern
  • 3. Raum geben /Abgrenzung
  • 4. Standpunkte beziehen /überprüfen/ klare Regeln für alle
  • 5. Scheinlösungen vermeiden
  • 6. Nichts persönlich nehmen/ Kritik an der Sache
  • 7. Zutrauen, Vertrauen Þ Selbstvertrauen
  • 8. Unterstützung anbieten aber nicht aufdrängen
  • 9. Konstruktive Kritik und Hinterfragen /Machtkämpfe vermeiden
  • 10. Logische Konsequenzen statt Strafen /“Verträge“
  • 11. Auf offene Türen achten!
Das Interview für starke-eltern.de führte Herr Glück.