Fit und stark fürs Leben sein

Fit für's Leben

Was versteht man unter dem Begriff "Lebenskompetenzen"?

Unter Lebenskompetenzen werden die Fähigkeiten verstanden, die einem Menschen helfen, sein Überleben in der menschlichen Gesellschaft zu sichern und seine persönlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten zu entfalten.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organisation) definiert Lebenskompetenzen als diejenigen Fähigkeiten, die sowohl einen angemessenen Umgang mit unseren Mitmenschen ermöglichen als auch die Bewältigung von Problemen und Stresssituationen im alltäglichen Leben. Solche Fähigkeiten sind bedeutsam für die Stärkung der psychosozialen Kompetenz.
Anfang der 90er Jahre gab es in der Suchtprävention eine generelle Neuorientierung. Statt reiner Informationsvermittlung und Strategien der Abschreckung rückte die Förderung der Lebenskompetenzen in den Mittelpunkt.
Bereits im Kindesalter werden die charakterlichen Grundlagen für eine Persönlichkeit gelegt, die über die spätere Einstellung zu Suchtmitteln entscheidet. Über die Stärkung der Lebenskompetenzen sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Heranwachsende zu Suchtmittel greift, um sein Leben bewältigen zu können.
Der beste Schutz vor der Gefahr, dass Jugendliche zu Suchtmittel greifen, ist eine gefestigte Persönlichkeit, die ein gutes Selbstwertgefühl hat, Konflikte lösen und ihren Alltag mit all seinen Schwierigkeiten bewältigen kann.

Welche Fähigkeiten sollen gefördert werden?

Die Säuglings- und Kleinkindforschung hat gezeigt, dass elementare Lebenskompetenzen bereits beim Säugling vorhanden sind und sich das Ausbilden weiterer überlebenswichtiger Kompetenzen schon bei Kleinkindern beobachten lassen. Man muss Kindern deshalb diese Kompetenzen nicht grundlegend "beibringen". Aber Kinder brauchen die Möglichkeit die eigenen Fähigkeiten zu entdecken und weiter zu entwickeln.
Aus Sicht der modernen Suchtprävention geht es im pädagogischen Alltag um die Förderung der Entfaltung der kindlichen Persönlichkeit. Dazu müssen alle Möglichkeiten dahin gehend ausgeschöpft werden, Kinder zu befähigen, ihr Selbstwertgefühl zu entwickeln, ihren Lebensmut zu fördern, sie zu aktiver und kreativer Lebensgestaltung zu motivieren und sie konfliktfähig für die Bewältigung schwieriger Lebensphasen zu machen.
Mit der Förderung der Lebenskompetenzen ist also die Förderung grundlegender sozialer Kompetenzen und Bewältigungsstrategien gemeint.
 
 

Für die Pinnwand



Eine der wichtigsten Dinge, die ich für mein Kind tun kann, ist die Förderung aller Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es in der Gesellschaft zum Überleben braucht und die seine Persönlichkeit optimal zur Entfaltung bringen. Zu diesen Fähigkeiten gehören folgende Felder:

  • Kommunikation und Kontaktfähigkeit
  • zwischenmenschliche Beziehung / Freundschaften aufbauen
  • Umgang mit Gefühlen, Gefühle ausdrücken können
  • kritisches Denken
  • Entscheidungsfindung und die Fähigkeit zu handeln
  • Problemlösungen finden
  • Selbstbehauptung / Selbstsicherheit
  • Selbstwahrnehmung / Entwicklung eines positiven Selbstbildes
  • Widerstand gegenüber Gruppendruck - "Nein" sagen können
  • Beeinflussung von Medien und Werbung wiederstehen
  • Umgang mit Stress und Angst
  • Frustrationstoleranz
  • Teamfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit