Ganzheitliche Entwicklung

Umwelt - Wahrnehmung - Sinne

Der Mensch als lernendes Wesen ist auf viele Reize und Informationen aus seiner Umwelt angewiesen. Diese sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen ermöglichen überhaupt erst das Lernen und die Weiterentwicklung.

Die Fähigkeiten der Sinneswahrnehmungen (sensomotorische Fähigkeiten) eines jeden Menschen entscheiden, wie viele Informationen und wie intensiv diese aufgenommen werden können. Wenn die Sinne gut trainiert sind, nimmt der Mensch wesentlich mehr Informationen bewusst wahr.

Die Aufnahmegeschwindigkeit wächst im Laufe der Entwicklung und somit auch die Fähigkeit Informationen zu selektieren. Besonders heute, in der Gesellschaft der Informationsflut, ist das Aussortieren von wichtigen Informationen eine entscheidende Fähigkeit. Zu viele sinnlose Wahrnehmungen lenken ab und können auch zur psychischen Belastung werden. In schweren Fällen machen sie sogar krank. In diesem Zusammenhang wird auch die Zunahme der wahrnehmungsgestörten und verhaltensgestörten Kinder erklärbar.

Es ist wichtig, sich über unsere Sinne Gedanken zu machen, denn sie sind bildlich gesprochen die Antennen in die Welt. Je mehr Antennen wir nutzen können, desto mehr nehmen wir wahr, desto mehr lernen wir.
Alles, was für eine gesunde Entwicklung wichtig ist, muss von jedem Einzelnen erlernt werden. Dies ist ein sehr langer Prozess. Mit Abstand am schnellsten und meisten lernen wir Menschen in der Phase der frühkindlichen Entwicklung in den ersten sechs Lebensjahren. Mit zunehmendem Alter nimmt dann die Lerngeschwindigkeit immer weiter ab.

Lernen bedeutet Sinnesreize aufzunehmen, zu sortieren, in sinnvolle Zusammenhänge zu setzen und abzuspeichern. Neue Informationen werden mit diesem Erfahrungsschatz immer wieder abgeglichen, verändert, erweitert oder bestätigt. So wächst das Wissen kontinuierlich und das ein Leben lang.
 
 

Modell der ganzheitlichen Entwicklung

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