Smartphone, Tablet, PC und Co.

Diese immer alltäglicher werdenden Erscheinungsformen unserer medialen Wunderwelt sind in zahlreichen Fällen für Erwachsene ein Reizthema mit vielen offenen Fragen. Für die Generation der Eltern, selbst manchmal, zumindest gilt dies für ältere Semester, noch mit den Medien wie Fernsehen, Radio oder sogar Kassettenrekorder groß geworden, sind Smartphones, Tablets oder auch PC's' zumindest eine Materie, in der sie noch viel Nachholbedarf haben. Wenngleich auch hier die Erwachsenen beim Nutzungsverhalten aufholen. Es fehlen ausreichende, intensive Erfahrungswerte und das Verhalten der in virtuelle Spielwelten oder hypnotische Smartphone-Apathie abgetauchten Kinder rufen Ängste und Befürchtungen hervor.

Handyverbot für Eltern

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Handys für Kinder? Das hat noch vor wenigen Jahren für viele Diskussionen gesorgt. Heute hängen ganze Familien vorm Smartphone. Auch Eltern hat die Leidenschaft gepackt. Doch für eine ausgewogene Medienerziehung müssen Eltern Vorbild bleiben.

Grundschullehrer sind alarmiert: Immer mehr Erstklässler können nicht richtig sprechen. Ihr Wortschatz ist gering, zudem machen sie Wischbewegungen an der Tafel, anstatt die Kreide zu benutzen… Okay, dieser Einstieg in den Text ist übertrieben, aber was heute noch wie ein Alptraum klingt, ist für die Zukunft tatsächlich nicht so weit hergeholt. Im November 2015 berichtete starke-eltern.de über eine neue Studie, die belegt, dass Eltern aufgrund der häufigen Smartphonenutzung weniger mit ihren Kindern sprechen. Die Kinder selbst beklagen in Umfragen, das ihre Eltern ständig abgelenkt sind und auch bei gemeinsamen Unternehmungen immer wieder aufs Handy schauen.
 

Sind Eltern der Problemfall?

Keine Frage: Das Smartphone ist ein praktischer Alltagsbegleiter, den Erwachsene in vielerlei Hinsicht zu schätzen wissen. Über Whatsapp bleibt man in diversen Gruppen auf dem Laufenden, man kann jederzeit seine Emails abrufen (ohne an den PC zu müssen), kann mal Kochrezepte, Routenbeschreibungen abrufen oder eine Info bei Wikipedia abrufen. Über Ebay-Kleinanzeigen wird die Garage entrümpelt und die Schulbücher per QS-Code bestellt… das Leben kann so einfach sein, ist ein Smartphone zur Hand. Doch dabei darf nicht vergessen werden: Eltern sind das Vorbild für Ihre Kinder. Wer ständig selbst am Smartphone hängt, kann seinen Kindern nur schwer begreifbar machen, dass jede Medienliebe ihre Grenzen kennen muss. „Du legst dein Handy jetzt weg, aber ich schau schnell nochmal drauf…?“ - solche unklaren Haltungen nehmen Kinder nicht an, im Gegenteil: Rebellion ist hier vorprogrammiert.

 

Wer ständig selbst am Smartphone hängt, kann seinen Kindern nur schwer begreifbar machen, dass jede Medienliebe ihre Grenzen kennen muss.

Was will ich?

Eltern müssen sich im Umgang mit den neuen Medien deshalb leider erstmal an die eigene Nase fassen. Wie ist mein Konsum und Nutzungsverhalten? Ist es zu viel oder ganz okay? Gibt es Situationen, in denen Enthaltsamkeit sinnvoll wäre und wenn ja, was könnte dabei helfen? Seien Sie ehrlich zu sich selbst und bewerten Sie Ihre Smartphonenutzung. Wie oft lassen sie sich vom Vibrationsalarm ablenken, obwohl Sie gerade Zeit mit Ihrem Kind verbringen? Gibt es überhaupt noch Familienzeiten, in denen das Handy keine Rolle spielt? Wenn nicht, wird es höchste Zeit ein paar Limits zu setzen. Starke-eltern.de gibt dazu konkrete Tipps:
  • Reduzieren Sie Ihre Empfangskanäle. Lassen Sie sich berufliche Emails z.B. nicht mehr aufs Smartphone schicken, sondern checken Sie diese ausschließlich im Büro. Das entlastet nicht nur das Postfach, sondern auch den Kopf!
  • Stellen Sie Chats auf leise. Gerade durch Whatsapp-Gruppen mit vielen Teilnehmern kann es passieren, dass das Handy ständig Nachrichten durchgibt, vibriert oder tönt. Bereiten Sie dem Spuk ein Ende, in dem Sie nur die wichtigsten Gruppen auf laut stellen und allen anderen den Dampf abdrehen.
  • Unterdrücken Sie Push-Nachrichten. Eine neue Antwort bei Ebay-Kleinanzeigen, ein neuer Text auf Spiegel Online, ein Update bei Scrabble? Push-Nachrichten können sich ganz schön summieren und zum Dauergriff ans Handy führen. Deshalb: Ausschalten, bitte!
  • Mal bewusst länger verzichten. Wie abhängig wir sind, merken wir oft erst, wenn das Handy tatsächlich mal längere Zeit keine Rolle spielen darf. Machen Sie mal den Selbsttest bei einem handyfreien Abend, Tag oder als Steigerung sogar ein Wochenende. Das fühlt sich erstmal unangenehm und seltsam an, aber zeigt auch: Ohne ist auch gar nicht so schlecht. Vielleicht sogar besser?
Autorin: Bettina Levecke

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Eltern müssen sich im Umgang mit den neuen Medien an die eigene Nase fassen.

Schreiben Sie uns doch über Ihre Erfahrungen.
Wir freuen uns auf Post.
 
 

Das Browsergame-ABC für Eltern

Online-Spiele sind bei Jugendlichen hoch im Kurs. Eltern sollten verstehen, was dahintersteckt und worauf geachtet werden muss.
 

Anmeldung
Um bei einem Online-Spiel mitmachen zu können, ist in der Regel eine Registrierung erforderlich. Hierfür sollte eine „Spiele-Email-Adresse“ ohne Rückbezug auf den Namen des Kindes genutzt werden. Empfehlenswert ist, eine Spiel-Adresse mit Phantasienamen anzulegen, die nur für solche Zwecke genutzt wird. Viele Spiele können auch direkt mit einem Facebook-Konto verknüpft werden. Das macht den Einstieg leicht, erweitert aber ggf. den Zugriff auf weitere persönliche Daten.
Browser-Game
Browser ist der englische Begriff für das Computerprogramm zur Nutzung des Internets, z.B. Safari, Firefox, Opera oder Google Chrome. Das Spiel wird wie eine Webseite im Bildschirm geöffnet. Der Download einer Software ist nicht nötig. Ein Browsergame ermöglicht das direkten Spiel mit anderen Spielern auf der ganzen Welt – online und in Echtzeit.
Datenschutz
Vorsicht bei der Anmeldung. Lassen Sie Ihr Kind keine persönlichen Daten, wie z.B. die Adresse, angeben. Im Normalfall sollten diese Daten bei Spielen auch nicht abgefragt werden. Vorsicht auch bei Fotos, z.B. für ein Avatarbild. Überzeugen Sie Ihr Kind, hierfür kein Porträtbild zu verwenden, sondern ein Phantasiebild. Im Zweifel ist es immer sinnvoll, die AGBs des Anbieters zu prüfen, um zu erfahren, was mit Daten konkret passiert oder passieren kann.
Endlosschleife
Viele Browser-Games, vor allem Multiplayer-Spiele, haben kein Ende. Das Spiel entwickelt sich ständig weiter, immer neue Ziele und Möglichkeiten entstehen.
Genre
Die Auswahl an Browsergames ist sehr groß. Es gibt viele verschiedene Genres, von Action bis Strategie, von einfachen Einzelspielen bis zu komplexen Multiplayer-Welten. Man kann alleine spielen, aber auch in Gruppen, sogenannten Clans.
Inhalt
So verschieden wie die Genres sind auch die Inhalte. In Simulationsspielen können Kinder als Landwirt, Stadtherr oder Flottenführer produktiv Neues erschaffen. In Action-, Rollen-, oder Strategiespielen in fremde Welten abtauchen. Die Bandbreite dabei ist sehr groß: Manche Spiele sind optisch sehr kindgerecht, bunt, lustig oder niedlich – andere sind düster und auch gruselig. Bevor ein Kind ein Browserspiel beginnt, sollten Eltern sich deshalb unbedingt über Inhalt und Darstellung informieren.
Jugendschutz
Für Browsergames gibt es keine offiziellen geprüften Altersempfehlungen. Hier sind die Eltern gefragt, sich vor der Nutzung ein eigenes Bild zu machen oder sich auf Fachportalen, wie z.B. www.schau-hin.org zu informieren.
Kosten
Die Attraktivität der Browsergames ist auch dem Umstand zu verdanken, dass sie in den allermeisten Fällen kostenlos sind. Erst im Laufe des Spiels besteht die Möglichkeit, sich durch gezielte Einkäufe zu verbessern. Eltern sollten über diese Bezahlfunktionen sprechen – denn durch die Einkäufe sind immer nur kleinere Verbesserungen möglich, die das Spiel nur kurzfristig vorantreiben.
Multiplayer
In Multiplayer-Spielen ist der Spieler mit anderen Spielern in Echtzeit verbunden, um an einer gemeinsamen Strategie oder einem gemeinsamen Ziel zu „arbeiten“. Kinder können hierbei mit Freunden oder Klassenkameraden eine geschlossene Gruppe bilden. Möglich ist aber auch das Spiel mit anderen Gamern, also Fremden. Besprechen Sie mir Ihrem Kind, welche Informationen hier im Chat weitergegeben werden dürfen und welche nicht.
Werbung
Zur Refinanzierung der Spiele bauen viele Hersteller Werbung ein. Diese ist durch gezieltes Design und Ansprache oft sehr verlockend für die passende Zielgruppe. Kinder sollten darüber informiert sein.
Zeiträuber
Die Spiele sind in der Regel so aufgebaut, dass Anfänger schnell begreifen, worum es geht. Erste Erfolge können schnell erreicht werden. Dieses gezielte „Anfüttern“ sorgt natürlich auch dafür, dass der Reiz, weiterzuspielen, sehr groß ist. Bei den Multiplayer-Games spielen Jugendliche häufig auch mit Freunden und Klassenkameraden. Die Möglichkeit, gemeinsame Strategien zu entwerfen, nebenbei zu chatten oder sich im Live-Talk mit Mikrofon und Kamera auszutauschen gibt dem Spiel auch eine starke soziale Komponente.

Autorin: Bettina Levecke
 
 

Familienprojekt Medienfasten

Wir stecken mitten in der Fastenzeit. Viele Menschen verzichten auf Süßigkeiten oder Alkohol. Warum nicht auch auf Medien?

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Ständig läuft die Glotze, das Smartphone schnurrt auf dem Familiensofa und das Tablet wird reihum gereicht. In vielen Familien gehört die ständige Nutzung verschiedener Medien zum normalen Alltag. Doch Zeit für Gespräche wird dadurch immer knapper. Die Fastenzeit bis Ostern ist zwar nicht mehr lang, bietet aber noch genügend Raum für eine digitale Auszeit. Als gemeinsames Familienprojekt fällt die Medienpause leichter. Eltern können dabei mit gutem Vorbild vorangehen und vielleicht sogar feststellen, dass ihnen der Verzicht gar nicht so leicht fällt, wie sie immer vorgeben. starke-eltern.de gibt Tipps für das Familienprojekt in Enthaltsamkeit:
 

 

1. Projektregeln besprechen

Setzen Sie sich mit den Kindern an einen Tisch und machen Sie einen Masterplan für die kommenden drei Wochen. Wollen wir komplett verzichten oder bestimmte Regeln aufsetzen? Möglichkeiten gibt es viele: Bleibt der Fernseher komplett aus oder nur das Handy? Gibt es einen medienfreien Tag oder ein medienfreies Wochenende? Wie wäre es mit einem medienfreien Abend pro Woche? Überlegen Sie gemeinsam, was Sie sich zutrauen möchten. Für die Entscheidung sollte ein gemeinsamer Nenner gefunden werden, damit auch alle wirklich hinter dem Projekt stehen.





Statt kleiner Whats-App Nachrichten, schreiben Sie sich doch mal in echt Nachrichten auf Zettel. So eine Familienpost ist viel persönlicher und macht richtig Spaß.

2. Motivationen schaffen

Mit der neuen digitalen Abstinenz tritt vor allem erst mal eines auf: Leerraum. Es ist ungewohnt, wenn der Fernseher abends nicht läuft oder das Handy nicht in Griffweite liegt. Dieser Leerraum muss gefüllt werden, sonst werden nicht nur die Kinder über Langeweile klagen. Suchen Sie deshalb Alternativen: Was können wir stattdessen tun? Wie wäre ein Spieleabend? Gemeinsame Sofazeit mit Gesprächen? Bei einem medienfreien Wochenende gibt es noch mehr Optionen: Gemeinsam Kochen, einen Ausflug machen oder sich gegenseitig – so richtig „Old School“ - ein Buch vorlesen.  Witzig: Statt kleiner Whats-App Nachrichten, schreiben Sie sich doch mal in echt Nachrichten auf Zettel. So eine Familienpost ist viel persönlicher und macht richtig Spaß.


3. Frust überbrücken

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Mal eben im Internet nachschauen… Ach, darf ich ja nicht! Zugegeben, Medienabstinenz kann nerven, denn das Internet bietet uns im Alltag auch viel Hilfe. Eine Möglichkeit sind „Joker-Karten“, die vor dem Experiment an alle verteilt werden. Wenn es richtig dringend ist („Muss mal meine Nachrichten checken“), kann ein Joker gezogen und abgegeben werden. Wer nur aus Langeweile Frust schiebt, sollte darüber sprechen können. Warum sorgt die Mediendiät für inneres Unbehagen? Was würde es jetzt besser machen, den Onlinegelüsten nachzugeben? Gibt es Alternativen, zum Beispiel den Besuch bei Freunden oder einen Anruf?
 

4. Ziel setzen

Am Ende des Projekts sollte für alle eine Belohnung in Aussicht stehen, z.B. ein besonderer Ausflug oder ein schönes Essen. Auch wenn sich Erleichterung breit macht, dass das Experiment zu Ende ist – überlegen Sie gemeinsam: Was war vielleicht auch besser? Hat die Familie in bestimmten Momenten von der Abstinenz profitiert? Wäre es wünschenswert, etwas von der neuen Erfahrung mit in den Alltag zu nehmen, z.B. feste Auszeiten oder „medienfreie Momente“ zu ritualisieren?

Sie haben Lust auf das Projekt bekommen? Dann schreiben Sie uns doch über Ihre Erfahrungen unter redaktion@starke-eltern.de
Wir würden gerne in einer unser nächsten Ausgaben darüber berichten.


Autorin: Bettina Levecke


Am Ende des Projekts sollte für alle eine Belohnung in Aussicht stehen

Mama, leg das Handy weg!

Eine neue Studie zeigt eine erschreckende Tendenz: Durch die häufige Verwendung des Smartphones reden Eltern weniger mit ihren Kindern. Auch der Spracherwerb könnte darunter leiden.

„Immer schaust du nur auf dein Smartphone!“, „Ich will mit dir spielen, leg das Handy weg“ - immer öfter richten Kinder diese Anklagen an ihre Eltern. Das zeigt eine Umfrage des niederländischen Internet-Sicherheits-Anbieters AVG unter 6000 Familien aus neun Ländern, darunter auch Deutschland. Die Unzufriedenheit ist groß, viele Kinder wünschen sich, dass ihre Eltern weniger auf das Handy starrten und dem Familienleben mehr Aufmerksamkeit schenkten.
 

Im Bann des Smartphones

Das diesjährige Motto der jährlichen „Digital-Diaries“-Umfrage richtete sich an Kinder im Alter zwischen 8 und 13 Jahren und legte den Fokus auf die Frage, wie Smartphones die Beziehung zwischen Eltern und Kindern verändern. Die Ergebnisse sind ziemlich eindeutig: Eine große Zahl von Kindern, nämlich mehr als die Hälfte (54 Prozent) gab an, dass viel zu viel Zeit an den kleinen Geräten verbracht wird und das Familienleben darunter leide.

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Kritik üben viele Kinder (36 Prozent) vor allem daran, dass die Eltern immer wieder während Unterhaltungen oder gemeinsamer Aktivitäten auf ihr Handy schauen. Eine schlechte Angewohnheit, die bei einem Drittel der Kinder sogar dafür sorgt, dass sie sich unwichtig fühlen und das Gefühl haben, das Smartphone stünde bei ihren Eltern höher im Kurs als sie selbst.

*Quelle: AVG,
HIER geht´s zur kompletten Studie

 

Die Eltern haben schlechtes Gewissen

Auch die befragten Eltern gaben zu, dass Smartphone zu häufig zu benutzen. Ein Drittel der Befragten räumte auch ein, sich selbst nicht als gutes Vorbild zu sehen. Dabei sei genau das extrem wichtig, sagt Tony Anscombe, Leiter der Studie. Die Kinder kämen immer früher mit den Geräten in Kontakt und würden sich am Verhalten der Eltern orientieren. „Eltern müssen sich bewusst machen, welche Wirkung ihr Umgang mit dem Smartphone auf ihr Kind hat.“

 

Auswirkungen noch ungeklärt

Welche konkreten Folgen die elterliche Smartphone-Benutzung auf Kinder der verschiedenen Altersklassen vom Kleinkind bis zum Jugendlichen hat, kann derzeit noch niemand ermessen. Hierzu fehlen noch Studien und Langzeituntersuchungen. Bekannt ist jedoch, wie wichtig Kommunikation zwischen Eltern und Kindern für den Spracherwerb ist. Kinder benötigen ein direktes Sprachvorbild, mit dem sie im Austausch und direkten Bezug nicht nur Wörter und Grammatik, sondern auch Aussprache lernen. Je weniger zu Hause gesprochen wird, desto schlechter ist die Sprachentwicklung eines Kindes.

Nicht nur das: Die ständige Ablenkung durch Smartphones und andere Medien kann auch zu Lasten der Konzentrationsfähigkeit gehen. Bereits jetzt erleben Erzieher und Grundschullehrkräfte, dass es immer mehr Kindern schwer fällt, über einen längeren Zeitraum konzentriert bei einer Sache zu bleiben.

Autorin: Bettina Levecke

Je weniger
zu Hause gesprochen
wird, desto schlechter ist
die Sprach-entwicklung
eines Kindes.
 

Online-Nachhilfe

Wissenslücken in Mathe? Vokabeldefizite in Englisch? Da heißt es Pauken, um bei der nächsten Klausur mithalten zu können. Schnelle Hilfe versprechen Online-Nachhilfedienste.

starke-eltern.de erklärt, was es zu beachten gilt...

 

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Geprüften Anbieter wählen

Angebote im Internet gibt es viele – bei der Wahl der passenden Online-Nachhilfe sollten Eltern aber ganz genau hinschauen. Immerhin wird ihr Kind viele Stunden davor verbringen. Fast jede Seite hat das Siegel einer Qualitätskontrolle, doch diese allein müssen nicht viel aussagen, können auch Marke „Eigenbau“ sein. Deshalb: Schauen Sie sich Zertifikate und Prüfsiegel genau an. Welche Institution empfiehlt das Online-Nachhilfe-Portal und warum? Empfehlenswert sind Anbieter, die vom TÜV und/oder Medieninitiativen, wie fragFinn.de, geprüft wurden.
 

Einen eigenen Eindruck bekommen

Seriöse Anbieter ermöglichen einen kostenfreien Test-Zugang, um sich ein Bild des Angebots zu machen. Lesen Sie dafür unbedingt die Nutzungsbedingungen, damit sich an den Test-Zugang nicht automatisch ein Abonnement anschließt bzw. Sie auch rechtzeitig kündigen.

Mit dem Test-Zugang sollten Sie Zugriff auf die Lehrpläne/Aufgaben/Tutorials des Bundeslands und der Klasse, in der sich Ihr Kind befindet erhalten. Bietet das Portal Face-to-Face Sitzungen mit Online-Lehrern? Das kann sinnvoll sein, wenn Ihr Kind individuelle Förderung oder auch gezielte Motivation und Ansprache benötigt. Einige Anbieter können die Fortschritte des Kindes auch analysieren und bieten dazu Gespräche mit Experten an. Überlegen Sie also genau, welche Lern-Bedürfnisse bei Ihrem Kind vorliegen und erfüllt werden müssen.

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Nachhilfe begleiten

Computer hochfahren, drei Stunden Mathespiele spielen, eine 1 schreiben: So einfach funktioniert es leider nicht. Gerade bei jüngeren Kindern kann der spielerische Charakter vieler Online-Übungen eher der Unterhaltung dienen, als dem tatsächlichen Lernen. Es ist also sehr wichtig, dass Eltern die Übungen und Aufgaben begleiten und dafür sorgen, dass sich der Lern-Level weiter entwickelt. Wichtig dabei: Die Zeit für die Online-Nachhilfe sollte begrenzt werden, wie jeder andere Medienkonsum auch. Bei Grundschüler sollte täglich maximal eine Stunde auf dem Programm stehen.

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Für Ausgleich sorgen

Achten Sie darauf, dass die Online-Nachhilfe zu einem sinnvollen Zeitpunkt durchgeführt wird, z.B. nach einer Mittagspause. Das Lernen sollte z.B. nicht direkt nach dem Spielen von PC-Games stattfinden. Nach dem Lernen gilt es für Ausgleich zu sorgen, z.B. durch Spielen, Freunde treffen oder einen Spaziergang an der frischen Luft.

Unsere Empfehlungen

www.scoyo.de
Lernmodule, Spiele, Übungen für Schüler der Klassen 1 bis 7, TÜV zertifiziert

www.studienkreis.de
Unterricht via Online-Tutoren, Hausaufgabenhilfe im Chat, TÜV zertifiziert

www.schuelerhilfe.de
Online-Nachhilfe mit einem Lernprogramm und persönlicher Betreuung durch Nachhilfelehrer, TÜV zertifiziert

Autorin: Bettina Levecke

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Familienzoff: Nicht schon wieder ein neues Handy!

Handys.jpg Flacher, schneller, cooler: Es gibt viele gute Gründe für ein neues Smartphone. Nicht nur für Jugendliche ist die Hosentaschentechnik zum Statussymbol geworden. Doch Eltern sollten Grenzen setzen.

Es ist frustrierend: Kaum ist das neueste Handymodell der bevorzugten Marke erworben und ein paar Monate benutzt, gehört es schon wieder zum alten Eisen. Schlag auf Schlag folgen in der Smartphone-Branche die Neuheiten. Kein Wunder, dass auf den Wunschlisten von Jugendlichen für Geburtstag oder Weihnachten (fast) immer das gleiche steht: „Bitte, bitte: Ein neues Smartphone.“

„Willkommen in der Konsumgesellschaft“, sagt Thomas Feibel, Medienexperte und Leiter des Büros für Kindermedien in Berlin. Er wundert sich nicht über den Smartphonewahn von Kindern und Jugendlichen. „Es gab schon immer Vergleiche unter Schülern und das Streben nach bestimmten Konsumgütern.“ Früher waren das vergleichsweise günstige. Denn pubertäre Schulhofdiskussionen widmeten sich kleineren Fragen wie „Pelikan oder Geha?“, „Levis oder Diesel?“. „Heute machen die neusten Smartphones Druck und wecken Begehrlichkeiten“, sagt Feibel. Ob Apple oder Samsung, Nokia oder HTC am coolsten ist, bleibt dabei individuell zu beantworten. Fakt ist: Die Smartphones gehen ganz schön ins Geld. Während ein Füller vergangener Zeiten rund 20 Euro gekostet hat, müssen Eltern für ein neues Smartphone schon mehrere hundert auf den Tresen legen. Die Frage, die sich dabei stellt: Muss das denn wirklich sein?
 

Eltern sind Vorbild

Den Drang, immer Up-to-date zu sein, bekommen Kinder und Jugendliche nicht nur von Freunden und Mitschülern, sondern auch von den eigenen Eltern vorgelebt. Sie seien das zentrale Vorbild für die Kinder, wenn es um Konsum und Ansprüche geht, sagt Feibel: „Wer sich stets das neueste Handymodell kauft, muss sich nicht wundern, wenn das Kind dann ähnlich tickt.“ Und so beginnt der Konsumkreislauf häufig mit der Vererbung eines „alten“ Handys an die Kinder, wenn die Eltern einen Modellwechsel haben. „Das ist oft schon nach der dritten Klasse der Fall“, sagt Feibel. Ein altes Handy an das Kind zu vererben statt extra ein neues zu kaufen, kann sinnvoll sein, sagt Kristin Langer, Medienexpertin bei der Initiative „SCHAU HIN! Was dein Kind mit Medien macht“: „Gleichzeitig müssen Eltern abschätzen, ob die Kinder daraus folgern, wie begeistert Mama oder Papa von ihrem neuen Handy sind.“ Denn so entstünden mitunter die ersten Begehrlichkeiten und Wünsche.
Kristin Langer empfiehlt Familien, sich gemeinsam schlau zu machen, wie Handys eigentlich produziert werden.

Die Frage nach dem Wert

Hinzu kommt: Kindern fehlt noch der Blick fürs Wesentliche. Wer damit groß wird, dass Handys Verbrauchsgüter sind und ständig kommen und gehen, vermittelt ihnen nicht den Wert, der ihnen aufgrund ihres Preises eigentlich zustehen müsste. Oft sei Kindern gar nicht bewusst, wie lange die Eltern zum Beispiel arbeiten müssen, um ein neues Modell zu finanzieren, sagt Feibel: „Geräte und Tarife sind dabei eine saftige Taschengelderhöhung.“ Besonders Verträge würden die wahren Kosten eines Gerätes verschleiern. Die monatlichen Raten von 30 bis 40 Euro für ein neues Smartphone inklusive Tarif seien für viele Verbraucher zwar ein guter Kompromiss, denn bei der moderaten monatlichen Belastung gibt es automatisch alle zwei Jahre das neueste Modell. „Den tatsächlichen Wert des Smartphones vermittelt man auf diese Weise einem Kind aber kaum“, sagt Feibel.

Kristin Langer empfiehlt Familien, sich gemeinsam schlau zu machen, wie Handys eigentlich produziert werden. Die Jugendseite handysektor.de etwa hat „Das Leben eines Smartphones“ in einer Infografik aufbereitet. „Anschaulich wird hier gezeigt, in welchem Verhältnis etwa die Materialkosten zum Verkaufspreis stehen und wieviel Hersteller an einem Gerät verdienen.“ Nicht nur Erwachsene, auch Kinder können eigene Schlüsse daraus ziehen. „Wenn Kinder die tatsächlichen Mechnismen der Produktion kennen, können sie die Angebote auch mit mehr Abstand betrachten“, sagt Langer. Will ich wirklich 700 Euro ausgeben? Lohnt sich diese Investition? Macht es überhaupt Sinn, ein neues Gerät zu kaufen, wenn es, sobald ich es aus dem Laden trage, schon einiges weniger wert ist? „Solche Wertediskussionen sind anstrengend, aber sehr wichtig“, sagt Langer. Auch bezogen auf den Konsumdruck aus dem Lebensumfeld. Sind Kinder beliebter, die teure Handys haben? Bist du ein glücklicherer Mensch, wenn du Modell XY hast? Thomas Feibel sagt: „Eltern dürfen nicht darauf verzichten, solche kritischen Fragen zu stellen, wenn sie erreichen wollen, dass ihr Kind die Welt besser einschätzt und versteht.“

 

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Und wie entscheidet man konkret

Wenn im späten Grundschulalter erstmals der Wunsch nach einem Handy aufkommt, sollten Eltern mit ihrem Kind besprechen: Wofür brauchst du das Gerät? Ist es wirklich wichtig? „Eltern müssen bedenken, dass Handys auch Risikos mitbringen, z.B. Kindern freien Zugang zu allen Informationen im Internet liefern“, sagt Langer.

Für den Anfang empfiehlt die Expertin deshalb ein gebrauchtes Handy mit Guthabenkarte, bei dem der Internetzugang noch gesperrt werden kann. Auch bei älteren Kindern seien gebrauchte Modelle, die man über Freunde, Nachbarn, Bekannte oder auch den Kleinanzeigenmarkt bekommt, durchaus eine gute Wahl. Internettarife sollten möglichst mit dem Taschengeld verrechnet werden. „So lernen Kinder von Anfang an, dass ein Smartphone Geld kostet und man dann an anderer Stelle vielleicht auch mal verzichten muss“, sagt Feibel. Das gelte auch für einen Handyvertrag, den beide Experten grundsätzlich erst für Jugendliche empfehlen. „Aber auch hier kann eine Leistung eingefordert werden, z.B. ein Minijob, mit dem der Vertrag finanziert wird oder gezielte Mithilfe im familiären Haushalt.“

Wenn Jugendliche sich ein teures Handy selbst kaufen wollen, sei es durchaus legitim, wenn Eltern Höchstgrenzen setzen. Besonders wenn das Geld „nur“ geschenkt sei, z.B. durch die Konfirmation oder Jugendweihe. „Da muss man dann erklären, dass die finanziellen Gaben der Familie für wichtige Dinge gedacht sind, zum Beispiel die Ausbildung“, sagt Feibel. Wenn Jugendliche aber hart dafür gespart oder sogar gearbeitet haben, sollten sie grünes Licht für ihren Kauf bekommen: „Dann steckt da ja auch wirklich ein eiserner Wille dahinter.“ Mit Blick auf die Wertverluste der Geräte sei das für Eltern zwar häufig schwierig zu akzeptieren, aber vielleicht lohnt sich die Nachsicht, sagt der Medienexperte: „So erfahren die Kinder am eigenen Leib, wie schnell das Geld aus dem Fenster fliegen kann.“

Autorin: Bettina Levecke
Für den Anfang empfiehlt die Expertin ein gebrauchtes Handy.
 

Computerspiele

Verändertes Spielen.

Die Rahmenbedingungen des Spielens haben sich in den letzten Jahrzehnten tiefgreifend gewandelt. Mit dem Siegeszug von Multimedia, interaktiven Spielen, Lan-Parties (Spielen im Netzwerk) und Internet hat sich eine neue Realität in den Kinder- und Jugendzimmern etabliert, die so mit der Welt der 60er und 70er Jahren nicht mehr vergleichbar ist. Nostalgische pädagogische Betrachtungen, die durch den Siegeszug computerisierter Spielewelten eine komplette seelische Verarmung der Kinder befürchten, sind nicht zutreffend. Kinder wachsen heute in eine Gesellschaft hinein, die sich auf dem Weg zur umfassenden Wissensgesellschaft befindet und in der die neuen Kommunikationstechniken eine tragende Rolle spielen. So betrachtet bieten Computerspiele, die einen intensiven Umgang mit dem Rechner bedingen, ein gutes Lernumfeld für das spätere Leben der „Generation @“. Auf der anderen Seite birgt übertriebenes Spielen auch Risiken wie Bewegungsmangel, Fehlhaltungen, Konzentrationsstörungen, Überforderung. Hier ist die pädagogische Erfahrung der Eltern gefragt, die auf der Grundlage der eigenen Normen und Werte auch wissen, wo bei aller Offenheit dennoch Grenzen gesetzt werden und Verbote erfolgen müssen.
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Eine Frage der Qualität

Viele Erwachsene lassen sich in ihrer Beurteilung von Computerspielen von gängigen negativen Klischees leiten. Es heißt dann pauschal: “Da geht’s doch sowieso immer nur um Hauen, Stechen und Rumballern!“ Ohne Zweifel gibt es auf dem riesigen Markt der Computerspiele ganze Heerscharen von Spielen, die nur auf stumpfes „Drauflos-Ballern“ ausgerichtet sind. Das aber auf die anderen Spielegenres zu übertragen ist schlichtweg falsch. Für Kinder interessant und pädagogisch wertvoll sind zahlreiche Spiele, die Geschicklichkeit und Reaktionsvermögen fördern, Fantasie und Kreativität anregen und auch analytisches, komplexes Denken stimulieren. Einen besonderen pädagogischen Stellwerten kommt dabei den sogenannten „Edutainment“ Spielen zu; im übrigen eine typisch „deutsche“ Wortschöpfung, die so im angloamerikanischen Sprachraum niemand versteht. Die besseren dieser Spiel- und Lernprogrammen in einem kombiniert stellen Lerninhalte mit allen multimedialen Möglichkeiten dar, kombinieren also die unterschiedlichsten Darstellungsformen und machen damit das Lernen für die Kinder sehr anschaulich. Die Bedienung ist dem Alter entsprechend optimiert und einfach gehalten, über positive Verstärkungen bekommt das Kind zusätzliche Anreize. Es ist wirklich lohnend, sich in diesem Bereich zu informieren. starke-Eltern.de wird Ihnen auf der Startseite unter der Rubrik „Medientipp“ diese hochwertigen Spiele in Abständen vorstellen. Eine umfassende Qualitätsprüfung aller Medien (Video, DVD, Buch, Computerspiel ...) bietet die „Stiftung Lesen“. Die Ergebnisse werden in Broschüren veröffentlich, die „Stiftung Lesen“ interessierten Eltern und ErzieherInnen kostenlos zukommen lässt.

Stiftung Lesen
Fischtorplatz 23
55116 Mainz
www.StiftungLesen.de
"Es gibt überall Gutes und Schlechtes. Wegen einiger schlechter Computerspiele das gesamte Medium kategorisch abzustempeln ist ungefähr so, als wenn man wegen einiger schlechten Bücher, die es zweifelsohne in Massen gibt, direkt vom Lesen abraten müsste."

Zeitfaktor Computerspiel

Der Kommentar einer genervten Mutter:

"Wenn mein Sohn immer wieder am Computer sitzt und in seinen Spielen versinkt, kommt er mir wie ein Süchtiger vor. Dass er mal daran denken könnte, von alleine auszuschalten, passiert so gut wie nie. Das ist jedes Mal wieder ein Kampf, der mich meine ganzen Energien kostet."

Computerspiele und ein packendes, fesselndes Buch haben viel gemeinsam. Man kann sich so vertiefen, das man gar nicht mehr aufhören möchte. Im Gegensatz zu der zeitlichen Begrenzung, die ein Kinofilm oder eine Fernsehsendung haben, ist gerade bei den komplexen Computerspielen mit den vielfachen Möglichkeiten und Herausforderungen erst mal ein Ende schwer vorstellbar. Und genau wie beim Buch lässt sich selbst bestimmen, wann man anfangen und aufhören möchte. Spätestens dann, wenn das Computerfieber im Kinderzimmer einsetzt, legt sich die Stirn der Eltern in Sorgenfalten. Ein wenig Gelassenheit ist hier gefragt. Gerade wenn die Spiele noch neu und unerforscht sind, ist die Faszination riesengroß. Dann ergibt sich der Spielspaß aus der Konzentration auf die neue spielerische Herausforderung, die im Moment keine zeitliche Begrenzung kennt. Die Situation ist vergleichbar mit dem Lesen eines Romans, den man aufgrund der Spannung auch nicht aus den Händen legen möchte. Natürlich muss das Kind zeitliche Grenzen respektieren, aber zu schnelles Eingreifen beim Überschreiten von Zeitlimits stempelt den Erwachsenen schnell zum spaßlosen Spielverderber ab und nimmt den Raum für pädagogisches Handeln, welches das Kind auch versteht. Die Faszination dauert aber nicht ewig, irgendwann ist das Spiel ausgereizt und andere Aktivitäten werden wieder wichtig. Wenn das Computerspielen allerdings zur tagelangen Hauptbeschäftigung wird, alle zeitlichen Vorgaben immer wieder missachtet werden und alle anderen Aktivitäten (Hausaufgaben, Freunde besuchen) darunter leiden, müssen Sie einschreiten.

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Verwischen sich die Wirklichkeiten?

Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Die Wissenschaft glaubt, genügend Beweise dafür zu haben, dass Kinder durchaus in der Lage sind zwischen virtueller und tatsächlicher Realität zu unterscheiden. Dennoch mag es wichtig erscheinen, dem Kind von Fall zu Fall klar zu machen, dass es sich um eine schöne, aber auch nicht wirkliche Welt handelt. Genauso wie Märchen eben erzählt werden und ihre Wirkung haben, aber nicht wirklich sein müssen. Gerade in der heutigen Computer- und Internetwelt, der Welt der Vernetzung und der Virtualität stoßen selbst die Erwachsenen an die Grenzen ihres Beurteilungsvermögens.
 

Wann müssen Eltern handeln?

Ein Eingreifen mit pädagogischen Maßnahmen bis hin zum Verbot ist unerlässlich, wenn das Kind über lange Zeiträume vor dem Computer sitzt. wenn das Kind alle vorgegebenen Zeitspannen ignoriert. wenn dadurch tägliche Pflichten wie die Hausaufgaben vernachlässigt werden. wenn trotz Ermahnungen keine Anstalten gemacht werden, den Computer auszuschalten. wenn das Kind zu vereinzeln droht, da die Kontakte zu Gleichaltrigen immer stärker zurückgehen. wenn das Familienleben dadurch gestört wird. wenn die Computerspiele gewaltverherrlichende oder pornographische Inhalte haben
 
 

Für die Pinwand

Tipps für den besseren Umgang mit computerspielenden Kindern

  • Haben Sie Vertrauen in die Fähigkeiten Ihres Kindes, auch beim Umgang mit den neuen Medien.
  • Spielen Sie einfach mal mit. Ihr Kind wird begeistert sein, dass Sie seine Faszination erleben und teilen wollen. Und wer mal mitgespielt hat, kann auch Einwände bringen, die so eher gehört werden.
  • Bleiben Sie tolerant, wenn vorgegebene Zeitlimits nicht genauestens eingehalten werden. Übertriebene zeitliche Kontrolle nimmt dem Kind den Spielspaß. Elterliches Fingerspitzengefühl ist hier gefragt.
  • Das Computerspielen verläuft genauso bewegungsarm wie das Fernsehen schauen. Sorgen Sie dafür, das es genügend Ausgleich gibt.
  • Die falschen, nicht altersgerechten Spiele können Ihr Kind massiv überfordern. Achten Sie auf die vorgegeben Altersbeschränkungen.
  • Bei der Konzentration auf ein bestimmtes Spiel: Gelassen bleiben, auch hier ist irgendwann die Faszination vorbei.
  • Eine „Mattscheibe“ reicht. Wenn das Kind Computer spielt, muss es Einschränkungen beim Fernsehkonsum geben, was sich in den meisten Fällen schon von alleine regelt.
  • Schreiten Sie in jedem Fall ein, wenn das Kind seine Grenzen verliert und sich der Computer zum zentralen Lebenspunkt auszuwachsen scheint.
  • Spiele mit menschenverachtendem, gewalthaltigem, sexistischen, pornographischen Inhalt sind selbstverständlich tabu. Informieren Sie sich. Viele Eltern wissen gar nicht, dass ihre Kinder solche Spiele besitzen.