Ausstellungen

Wir stellen Ihnen auf dieser Seite Projekte der hessischen Fachstellen für Suchtprävention näher vor. Die Liste wird ständig erweitert. Wenn Sie sich für einzelne Projekte interessieren, wenden Sie sich bitte direkt an die jeweils genannte Fachstelle.

 

Wanderausstellung: Rausch und Realität -
Drogen im Kulturvergleich

Die Ausstellung zeigt in 13 Teilaspekte gegliedert den Facettenreichtum und die oftmals jahrhundertealten Traditionen menschlichen Drogenverhaltens, wobei der hier gewählte kulturvergleichende Ansatz ein rationaleres und damit sachlicheres Verhältnis zu Drogen und Drogenkonsum hervorrufen will.
Kontakt: Fachstelle Prävention in Frankfurt am Main

Projektrahmen:

Die Kernaussage der Ausstellung lautet:
Jede Kultur, jede Ära hat die Drogen, die ihr angemessen sind. Das Konsumverhalten und die Formen von Abhängigkeit geben uns Aufschluß über die jeweiligen sozialen Normen und Werte. Unter diesem Gesichtspunkt gibt es wohl kaum ein Phänomen, das den Zustand der Gesellschaft so drastisch verdeutlicht, wie das Drogenproblem.

Die Besucherinnen und Besucher erhalten nicht nur einen erstaunlichen Überblick über einige Jahrhunderte der weltweiten Geschichte des Drogengebrauchs, sondern zugleich einen breiten Hintergrund sowie Anregungen zur Einschätzung der aktuellen Drogenproblematik.

Die Ausstellung gliedert sich in einen historischen Teil und den Bereich "Drogen heute" und wendet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren. Zu der Ausstellung gibt es einen Katalog sowie Plakate und eine Infobroschüre. Umfang der Ausstellung: Die Ausstellung besteht aus 65 Farbtafeln im Format 2mx1m einschließlich variablem Aufstellsystem.
 

Der erLEBENs-Parcour

Der erLEBENs-Parcours ist eine Mitmach-Ausstellung zum Thema Suchtprävention und Gesundheitsförderung an weiterführenden Schulen.

Die Mitmachausstellung entstand in einem Projekt, das im Frühjahr 2000 an den Beruflichen Schulen in Eschwege im Rahmen eines fächerübergreifenden Unterrichtes unter Einbeziehung der Schulsozialarbeit und außerschulischer Institutionen, stattfand. Ziel der Projektarbeit war die Erstellung einer Wander-Ausstellung für Schulen im Werra-
Meißner-Kreis und darüber hinaus.
Der ErLebensparcours der Fachstelle für Suchtprävention ist keine völlig eigene Idee. Ein Prototyp dieses Parcours existiert bei der Jugend- und Drogenberatung PRISMA in Lampertheim.

Kontakt:
Fachstelle für Suchtprävention im Werra-Meißner-Kreis /www.suchtpraevention-eschwege.de

Projektrahmen:

Der ErLebensparcours eignet sich ausgezeichnet als Projekt für Schulen. Es ist ein Beitrag zu erlebnisorientiertem Unterricht. Der sinnlich, genussvolle Rundgang im Parcours wirft einige Themen auf, so z.B.:
  • Was tue ich, um es mir gut gehen zu lassen?
  • Welche Sinne verhelfen mir zur Entspannung?
  • Wie gehe ich mit Stress und Belastung um?
  • Wie kann ich meine Sinne bewusster nutzen?
  • Was waren meine schönsten Augenblicke im Leben?
    Was ist mir wichtig im Leben?

Das Gespräch über diese und ähnliche Fragen und die Erlebnisse und Eindrücke im Parcours sind ein wichtiges Element der Aufarbeitung im Anschluss an die Begehung des Parcours.

Der Parcours besteht aus drei Teilen:

1. Eine Plakatreihe „Leben hat viele Gesichter - Sucht hat viele Ursachen“ (Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich), die praktisch Grundpfeiler und Ausgangspunkt sind. Hier wurden Themen wie die Sehnsucht nach erfülltem Leben: ,Hinter der Konsumsucht steht die Sehnsucht’, Lebensträume: ,Träume brauchen Spielräume’, Umgang mit Wut: ,Nach der Papierflut die Stinkwut’, auch der Wunsch nach sinnlichen Erfahrungen, Umgang mit Angst, Schwäche und vieles mehr. Die Plakate korrespondieren mit den Erlebnisständen.

2. Fiktive Suchtgeschichten, welche die Entstehungsgeschichte unterschiedlicher Suchtformen beleuchten (Alkohol-, Drogen- oder Konsumsucht bis Essstörungen...). Die Geschichten stehen auf Rollos, die den Eingang zu neuen Erlebensräumen freigeben.

3. Erlebnisstände, die sich an den menschlichen Sinnen orientieren.

Station 1: Unterschiedlich bemalte Gipsmasken laden dazu ein, vor dem Spiegel verschiedene Gesichter auszuprobieren (wer bin ich? - wer möchte ich sein? - welcher Ausdruck passt zu mir?).

Station 2: Eine Modell-Insel kann mit unterschiedlichsten Gegenständen ausgestattet werden (was brauche ich für ein zufriedenes Leben? - ohne welche Dinge komme ich auf keinen Fall aus? - was fehlt mir zu meinem Glück?).

Station 3: Bei der nächsten Station werden in bunten Kästen verschiedene Materialien bereit gehalten, die blind zu erfühlen sind (welche Botschaften gibt mir mein Tast-Sinn? - habe ich Bedenken, in die Kiste hinein zu greifen oder bin ich neugierig auf das Unbekannte?).

Station 4: Ein "Traumzelt", liebevoll aus gebatikten Tüchern gestaltet, lädt zum Entspannen und Träumen ein bei leiser Musik und Räucherstäbchen-Duft unter einem von vielen kleinen Glühbirnen geformten "Sternenhimmel" (welche Gedanken und Vorstellungen kommen in mir auf? - was wünsche ich mir? - wovon träume ich?)

Station 5: Optische Täuschungen, Kippbilder u.a. lassen die Besucher über unterschiedliche Wahrnehmungsformen nachdenken und ins Gespräch kommen (Eigenwahrnehmung, Fremdwahrnehmung)

Station 6: Nach der Meditation hinüber zur Aktion: Geschicklichkeits-Spiele bieten Anreize zum Ausprobieren und es entstehen lustige Situationen für die, die sich darauf einlassen können.

Station 7: Das zentrale Thema der nächsten Station ist "Stress". In einem großen Behälter (angefüllt mit Plastik-Bällen) ist ein Gegenstand verborgen, der in einer bestimmten Zeitspanne zu suchen ist. Mancher kommt dabei ins Schwitzen, aber gleich nebenan wird Ausgleich angeboten: eine schön gestaltete "Meditationszelle" mit über Kopfhörern eingespielter leiser Musik lädt zur Entspannung ein.

Station 8: Die letzte Station widmet sich noch einmal dem Grundthema des Parcours. Um eine "typische" Kleinfamilie (Mutter und Kind werden durch Schaufensterpuppen dargestellt, der Vater ist unterwegs) gruppieren sich die Insignien einer zutiefst von Abhängigkeiten geprägten Konsumgesellschaft. Viele Süchte sind durch unterschiedlichste Gegenstände angedeutet, und auf dem Plakat daneben wird die Liste der möglichen Suchtformen von den Besuchern des Parcours immer weiter ergänzt.

Der Parcours ist geeignet für Schülerinnen und Schüler ab dem sechsten Schuljahr und für Jugendgruppen. Er kann vollständig oder in Teilen eingesetzt werden. Es entsteht eine Leihgebühr von 50 Euro pro Woche. Der Transport ist vom Entleiher selbst zu organisieren.
Haralds-Projekt Ausleihbedingungen können im Internet
www.suchtpraevention-eschwege.de oder unter der folgenden Adresse abgerufen werden:

Fachstelle für Suchtprävention
Leuchtbergstr. 10b
37269 Eschwege
T.: 05651/3394296
suchtpraevention@t-online.de