Grundschule

Wir stellen Ihnen auf dieser Seite Projekte der hessischen Fachstellen für Suchtprävention näher vor. Die Liste wird ständig erweitert. Wenn Sie sich für einzelne Projekte interessieren, dann wenden Sie sich bitte direkt an die jeweils genannte Fachstelle.

 

„Pausenspass“

Ein Projekt zur Sucht- und Gewaltprävention für die Grundschule im Main-Taunus-Kreis.
Die Pausen zwischen den Unterrichtseinheiten sind wesentlicher Bestandteil eines jeden Schulvormittags. Die Kinder treffen hier Freunde und Freundinnen, hier werden Konflikte ausgetragen, Freundschaften verfestigt, man kann miteinander Spaß haben, den Unterricht in den Hintergrund treten lassen, den leeren Bauch füllen, einfach abschalten oder kreativ sein. Es gibt dementsprechend auch viele Ansatzmöglichkeiten in der Pause „präventiv“ tätig zu werden. Ziel des Projektes ist es, den Kindern mit viel Spaß zu ausreichender Bewegung zu verhelfen, ihnen die Möglichkeit zu geben, Spannungen abzubauen sowie ihre Kreativität und ihre sozialen Kompetenzen zu entwickeln. Dies sind Faktoren, die eine Entwicklung hin zu einer möglichst umfassenden Gesundheit fördern.

Kontakt:
Fachstelle für Suchtprävention im Main-Taunus-Kreis.

Projektrahmen:

Dieses Projekt richtet sich an die gesamte Schule und an alle Kinder. Dabei werden die Pausen durch das Angebot verschiedener Spielideen gestaltet. Das Projekt wird von interessierten Eltern (und Großeltern) durchgeführt, die sich bereit erklären, für die Kinder in den großen Pausen verschiedene Spiele anzubieten. In der Anfangsphase wird das Projekt von der Fachstelle begleitet. Der zeitliche Rahmen ist variabel. Das Projekt kann z.B. über ein Schulhalbjahr hinweg jeweils für die erste Woche im Monat in der ersten großen Pause statt finden.

Finanzierung:

Je nach Ausstattung der Schule können Materialkosten bis zu 250,- EUR entstehen. Finanziert wird das Projekt z.B. durch Zuschüsse des Schulverwaltungsamtes und der Kommunen, über Fördervereine und Sponsoren.

Themenschwerpunkte:

Die einzelnen Wochen können unter ein bestimmtes Motto gestellt werden. Vorstellbar sind z.B. folgende Themen:
  • 1. Woche: Spiele mit Musik
  • 2. Woche: Fallschirmspiele
  • 3. Woche: „Alte“ Spiele
  • 4. Woche: Hüpfspiele
  • 5. Woche: Spiele mit Wasser oder Naturmaterialien
 

„Das kleine Ich bin Ich“

Ein Projekt zur Sucht- und Gewaltprävention für die 3. und 4. Klasse im Main-Taunus-Kreis.

Das Projekt zielt auf eine grundsätzliche Stärkung der Persönlichkeit im Bereich der sozialen Kompetenzen. Dies umfasst die Steigerung der Selbständigkeit sowie des Selbstvertrauens, das Einüben konstruktiver Konflikt- und Streitlösestrategien sowie eine Verbesserung der Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit. Die Stärkung dieser personalen „Schutzfaktoren“ dient im Sinne der Prävention der Verhinderung ausweichender Verhaltensweisen, wie Konsum von Suchtmitteln oder Anwendung von Gewalt.

Kontakt:
Fachstelle für Suchtprävention im Main-Taunus-Kreis.
Fachstelle für Suchtprävention im Suchthilfezentrum Wiesbaden

Projektrahmen:

Dieses Projekt ist für die 3./4. Klasse konzipiert und läuft zunächst über ein Schulhalbjahr mit jeweils zwei Schulstunden pro Woche. Es ist im Sachunterricht integriert und wird von der/m Klassenlehrer/-in und einer Honorarkraft der Fachstelle durchgeführt. Lehr- und Honorarkräfte nehmen im Rahmen des Projekts an speziellen Fortbildungsveranstaltungen der Fachstelle für Suchtprävention teil. Inhalte des Projekts werden auch nach Ablauf des halben Jahres beibehalten und von der Lehrkraft im 4. Schuljahr eigenständig umgesetzt.

Finanzierung:

Pro Klasse und Schulhalbjahr entstehen Honorarkosten in Höhe von 600,- EUR. Eine Materialkostenpauschale in Höhe von 100,- EUR pro Klasse deckt die Fortbildungs- und Materialkosten ab. Finanziert wird das Projekt z.B. durch Zuschüsse des Schulverwaltungsamtes und der Kommunen, über Fördervereine und Sponsoren. Auch die Eltern beteiligen sich in der Regel mit einem Unkostenbeitrag an der Finanzierung.

Themenschwerpunkte:

Kennenlernen / Vertrauen schaffen
Zu Beginn des Projekts steht das Kennenlernen von Projektleiter/-innen und Schüler/-innen im Mittelpunkt. Eine vertrauensvolle Atmosphäre ist für den weiteren Projektverlauf und als Basis für die Interaktionsübungen von großer Bedeutung.

Gefühle wahrnehmen und ausdrücken
Je besser sich die Kinder ihrer Gefühle bewusst werden, um so besser können sie diese akzeptieren und zum Ausdruck bringen. Während des Projekts werden u.a. fünf Grundgefühle (Freude, Trauer, Angst, Wut, Langeweile) und der individuelle Umgang mit ihnen thematisiert.

Kommunikation und Kooperation
Verbale und nonverbale Kommunikationsmuster werden ausprobiert. Die Kinder lernen z.B. einander Rückmeldung zu geben, ohne dass dies für die anderen verletzend sein muss. Durch Interaktionsspiele wird das soziale Klima in der Klasse positiv beeinflusst.

Selbstbewusstsein, Selbst- und Fremdwahrnehmung
Im Kreis der Gruppe wird eine realistische Einschätzung der eigenen Stärken und Fähigkeiten angestrebt. Im Spiegel der Gruppe haben die Kinder die Möglichkeit, ihr Selbstbild mit dem Fremdbild zu vergleichen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Konsummuster im Alltag

Der Umgang mit Fernsehen, Naschen, Computer-Spielen, Medikamenten o.ä. kann im 4. Schuljahr von der/m Klassenlehrer/in thematisiert werden. Die Fachstelle bietet hier Unterstützung an.

 

Klasse 2000

Ein Programm zur Gesundheitsförderung sowie Gewalt- Suchtvorbeugung für die Grundschule.

Klasse2000 will Kindern eine positive Einstellung zur Gesundheit vermitteln, ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen stärken, denn: starke Kinder brauchen keine Suchtmittel und können Konflikte ohne Gewalt lösen.

Kontakt:
Hessen Süd: Sabine Keller
Tel. 06192 / 9568031, E-Mail: reg-hessen-sued@klasse2000.de

Hessen Nord: Stefanie Buchroth
Ludwig-Erhard-Straße 30c, 34131 Kassel
Tel. 0561 / 98 83 190, E-Mail: reg-hessen-nord@klasse2000.de

Projektrahmen:

Pro Schuljahr gestalten die Lehrkräfte etwa 12 Klasse2000-Unterrichtsstunden. Dafür erhalten sie ausführliche und praxiserprobtes Unterrichtsmaterial. Zwei bis drei weitere Stunden halten die Klasse2000-Gesundheitsförderer. Dies sind speziell geschulte Fachleute aus den Bereichen Gesundheit und Pädagogik. Sie führen neue Themen ein und bringen besonders interessante Materialien mit, z.B. eine Drehscheibe mit Pausenbrotideen, Igelbälle für Entspannungsübungen oder Stethoskope zur Erforschung des Herz-Kreislauf-Systems. Die Kinder sind von den externen Besuchern begeistert und entwickeln eine starke Motivation, mit den Lehrerinnen und Lehrern die Themen weiterzubearbeiten.

Finanzierung:

Klasse2000 wird nur über Spenden finanziert, meist in Form von Patenschaften für einzelne Klassen. Der Patenschaftsbetrag liegt bei 200,- € pro Schuljahr und Klasse (für das umfangreiche Unterrichtsmaterial, die Arbeit der Klasse2000-Gesundheitsförderer und die Organisation des Programms). Als Paten engagieren sich z.B. Eltern, Firmen und viele Lions-Clubs.

Themenschwerpunkte:

  • 1. Klasse: Experimente mit der Luft und Atmung, Muskeln, Knochen und gesunde Ernährung
  • 2. Klasse: gesunde Ernährung, Entspannungsübungen, Gefühle
  • 3. Klasse: gewaltfreie Konfliktlösung, Erkennen eigener Stärken und Schwächen, Herz und Blutkreislauf
  • 4. Klasse: Rollenspiele zum Thema Gruppendruck, die Glücksversprechen der Werbung durchschauen

Filme zu Klasse2000:

www.youtube.com/user/VPKlasse2000
 

„Eigenständig werden“

Ein Projekt zur Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltprävention

Weiterführender Link: www.ift-nord.de

Projektrahmen:

„Eigenständig werden“ ist ein grundlegendes Projekt, das von Anfang der Grundschulzeit kontinuierlich über vier Jahre durchgeführt wird. Die Kinder werden so in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit und im sozialen Zusammenleben begleitet. Sie lernen ihre eigenen Gefühle wahr zu nehmen und mit ihnen umzugehen. Gezielt wird mit den Kindern der Umgang mit Konflikten geübt und ein gutes Zusammenleben in der Klasse gefördert.

Sinnvoll ist, "Eigenständig werden" als Projekt einer gesamten Grundschule zu implementieren. So wird eine gemeinsame Grundlage für das soziale Lernen in der Schule geschaffen.

Finanzierung:

Die Finanzierung der Lehrerfortbildung richtet sich nach den Gegebenheiten des jeweiligen Landkreises. Die Fortbildung wird von qualifizierten Trainern durchgeführt.

Themenbereiche:

  • 1. Den eigenen Körper besser kennen lernen
  • 2. Gefühle wahrnehmen, artikulieren und mit ihnen umgehen
  • 3. soziale Regeln einüben
  • 4. Zusammenleben in der Klassengemeinschaft
  • 5. Konflikte kontruktiv lösen

Material:

Die Lehrkräfte erhalten bei der Fortbildung ein umfangreiches Manual mit 42 gut strukturierten Unterrichtsvorschlägen, Kopiervorlagen, einen Handbuch für Lehrkräfte mit theoretischem Hintergundinformationen zur Sucht- und Gewaltprävention, einer Arbeitshilfe zu bestimmten Methoden in der sozialen Unterrichtsgestaltung (Rollenspiel, Moderation, Gruppenarbeit, Entspannungstechniken) und einer Audio-CD mit zu den Themen passenden Kinderliedern.

Das Programm „Eigenständig werden“ wurde vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung IFT-Nord entwickelt und hat im Jahr 2004 den deutschen Präventionspreis gewonnen.
 

„PEP“

PeP – Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltprävention
Ein Projekt zur Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltprävention an Schulen für Kinder mit besonderem Förderbedarf

Weiterführender Link: www.anschub.de

Projektrahmen:

Für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf gab es bisher kein zielgruppengerechtes Unterrichtsmaterial zur Stärkung der personalen und sozialen Lebenskompetenzen, zurVorbeugung von Sucht- und Konsumproblemen und zur Förderung eines gewaltfreien Miteinanders. Diese Lücke schließt das PeP – Unterrichtsprogramm, das auf Initiativedes Projekts Anschub.de der Bertelsmann-Stiftung durch eine Projektgruppe des Nordverbundes suchtpräventiver Fachstellen entwickelt wurde.

Das Projekt beginnt mit einer Fortbildung für Lehrkräfte, die sich entweder an ein gesamtes Kollegium oder ein sinnvolles Teil-Kollegium einer Schule richtet.

Finanzierung:

Die Finanzierung der Lehrerfortbildung richtet sich nach den Gegebenheiten des jeweiligen Landkreises. Die Fortbildung wird von qualifizierten Trainern durchgeführt.

Themenbereiche:

Die Schülerinnen und Schüler können über ihre gesamte Schullaufbahn mit diesem Programm in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit und im sozialen Zusammenleben begleitet werden. Sie lernen ihre eigenen Gefühle wahr zu nehmen und mit ihnen umzugehen. Gezielt wird der Umgang mit Konflikten geübt und ein gutes Zusammenleben in der Klasse gefördert.
  • 1. Den eigenen Körper besser kennen lernen
  • 2. Gefühle wahrnehmen, artikulieren und mit ihnen umgehen
  • 3. soziale Regeln einüben
  • 4. Zusammenleben in der Klassengemeinschaft
  • 5. Konflikte kontruktiv lösen
  • 6. Wissen um „Alltagsdrogen“ Nikotin, Alkohol und Cannabis
  • 7. Umgang mit Stress

Material:

Jede Lehrkraft, die an der Fortbildung teilnimmt, erhält ein umfangreiches Manual, das aus vier Heften für die jeweiligen Altersgruppen besteht, jeweils mit Unterrichtsentwürfen, die speziell auf diese Schulform ausgerichtet sind. Dazu gibt es eine CD mit Liedern und Arbeitsmaterialien, die bearbeitet und ausgedruckt werden können.