weiterführende Schulen

Wir stellen Ihnen auf dieser Seite Projekte der hessischen Fachstellen für Suchtprävention näher vor. Die Liste wird ständig erweitert. Wenn Sie sich für einzelne Projekte interessieren, dann wenden Sie sich bitte direkt an die jeweils genannte Fachstelle.

 

„Die Expedition“

Ein Projekt zur Sucht- und Gewaltprävention für die 5. und 6. Jahrgangsstufe

Das Projekt ist sowohl ein „Life-Skill-Training“ für die Schüler/innen, als auch ein erlebnispädagogisch orientiertes, suchtpräventives Fortbildungsprojekt für die Lehrer/innen. Ziel des Projekts ist es, durch Förderung sozialer und individueller Kompetenzen („Life-Skills“) einen indirekten Einfluss auf den Suchtmittelkonsum der Jugendlichen auszuüben.

Kontakt:
Fachstelle für Suchtprävention im Main-Taunus-Kreis.Fachstelle für Suchtprävention im Suchthilfezentrum Wiesbaden

Projektrahmen

Das Projekt soll nach Möglichkeit in den Fächerkanon der Jahrgangsstufen eingereiht werden. Der Projektunterricht wird über die Dauer eines halben, bzw. ganzen Schuljahres mit zwei Schulstunden pro Woche angeboten. Für ganztägige Veranstaltungen wird z.B. auf den Samstag ausgewichen. Das Projekt-Team besteht aus dem/der Klassenlehrer/in und einer für das Projekt geschulten Honorarkraft der Fachstelle. Das Projekt kann aber auch in Zusammenarbeit mit Jugendpflegern, Schulsozialarbeitern oder von zwei Lehrkräften in Teamarbeit durchgeführt werden. In diesem Fall entstehen keine Honorarkosten. Das Team wird von der Fachstelle für Suchtprävention bei der Durchführung des Projekts unterstützt. Im Rahmen des Projekts werden außerdem Fortbildungen für die Lehrkräfte sowie Informationsveranstaltungen für die Eltern angeboten.

Finanzierung:

Für ein Schuljahr entstehen pro Klasse Honorarkosten in Höhe von 1.500 Euro. Eine Materialkostenpauschale in Höhe von 250 Eurodeckt die Fortbildungs- und Materialkosten ab. Finanziert wird das Projekt z.B. durch Zuschüsse des Schulverwaltungsamtes und der Kommunen, über Fördervereine und Sponsoren. Auch die Eltern beteiligen sich in der Regel mit einem Unkostenbeitrag an der Finanzierung.

Themenschwerpunkte:

Kennenlernen / Vertrauen schaffen
Zu Beginn des Projekts steht das Kennenlernen von Projektleiter/-innen und Schüler/-innen im Mittelpunkt. Eine vertrauensvolle Atmosphäre ist für den weiteren Projektverlauf und als Basis für die Interaktionsübungen von großer Bedeutung.

Erlebnis- und Abenteuerpädagogik
Im Laufe des Projekts finden verschiedene „Expeditionen“ und nach Möglichkeit auch eine mehrtägige Klassenfahrt statt. Diese werden von den Teilnehmern/innen selbständig geplant und realisiert.

Life-Skill-Training
In diesem Baustein sollen persönliche Stärken erkannt und gefördert, spezifische Fertigkeiten vermittelt und in der Interaktion mit anderen erprobt werden. Hier geht es z.B. um Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Durchsetzungsvermögen usw.

Standfestigkeitstraining
Hier wird Selbstbehauptung und Standfestigkeit bei sozialer Beeinflussung und Gruppendruck trainiert.

Mediation und Streitschlichtung
Gemeinsam werden Regeln sowie Umgang mit Konfliktsituationen und Regelverstößen erarbeitet und in den Schulalltag integriert.

 

„Auf die coole tour – Ich entdecke mich selbst“

Ein Projekt zur Sucht- und Gewaltprävention für die 7. bis 9. Jahrgangsstufe

Ziel des Projekts ist es, durch Förderung sozialer und individueller Kompetenzen („Life-Skills“) einen indirekten Einfluss auf den Suchtmittelkonsum der Jugendlichen auszuüben. Kommunikations- und Standfestigkeitstraining sowie eine altersgemäße Thematisierung des Umgangs mit Konsum- und Suchtmitteln stehen dabei im Mittelpunkt. Erlebnispädagogische Elemente ermöglichen den Schüler/innen neue Erfahrungen in der Gruppe.

Kontakt:
Fachstelle für Suchtprävention im Main-Taunus-Kreis.


Projektrahmen

Das Projekt kann z.B. im Rahmen des Wahlpflichtprogrammes der Schule angeboten werden. Der Projektunterricht wird über die Dauer eines halben, bzw. ganzen Schuljahres mit zwei Schulstunden pro Woche angeboten. Für ganztägige Veranstaltungen wird z.B. auf den Samstag ausgewichen. Das Projekt-Team besteht aus dem/der Klassenlehrer/in und einer für das Projekt geschulten Honorarkraft der Fachstelle. Das Projekt kann aber auch in Zusammenarbeit mit Jugendpflegern, Schulsozialarbeitern oder von zwei Lehrkräften in Teamarbeit durchgeführt werden. In diesem Fall entstehen keine Honorarkosten. Das Team wird von der Fachstelle für Suchtprävention bei der Durchführung des Projekts unterstützt.

Finanzierung

Für ein Schuljahr entstehen pro Klasse Honorarkosten in Höhe von 1.500 Euro. Eine Materialkostenpauschale in Höhe von 250 Euro deckt die Fortbildungs- und Materialkosten ab. Finanziert wird das Projekt z.B. durch Zuschüsse des Schulverwaltungsamtes und der Kommunen, über Fördervereine und Sponsoren. Auch die Eltern beteiligen sich in der Regel mit einem Unkostenbeitrag an der Finanzierung.

Themenschwerpunkte:

Kennenlernen / Vertrauen schaffen
Zu Beginn des Projekts steht das Kennenlernen von Projektleiter/-innen und Schüler/-innen im Mittelpunkt. Eine vertrauensvolle Atmosphäre ist für den weiteren Projektverlauf und als Basis für die Interaktionsübungen von großer Bedeutung.

Erlebnispädagogik
Teil des Projekts sind gemeinsame Unternehmungen (Schlittschuhlaufen, Klettern o.ä.), bei denen sich die Teilnehmer/innen in ungewohnten Situationen kennenlernen und neue Erfahrungen machen können.

Life-Skill-Training
In diesem Baustein sollen persönliche Stärken erkannt und gefördert, spezifische Fertigkeiten vermittelt und in der Interaktion mit anderen erprobt werden. Hier geht es z.B. um Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Durchsetzungsvermögen usw.

Standfestigkeitstraining
Hier wird Selbstbehauptung und Standfestigkeit bei sozialer Beeinflussung und Gruppendruck trainiert.

Information über Konsum und Sucht
Gesundheitsförderung steht im Mittelpunkt des fünften Bausteins. Altersgemäß wird über Konsum und Sucht informiert. Insbesondere wird der eigene Gebrauch von Konsum- und Arzneimitteln angesprochen, sowie der Einfluss der Werbung auf das eigene Konsumverhalten thematisiert.
 

„Im Gleichgewicht“

Ein Projekt zur Gesundheitsförderung und Suchtprävention

Das Projekt „Im Gleichgewicht“ wurde von der Fachstelle Prävention als suchtpräventives Unterrichtsangebot für verschiedene Schultypen konzipiert und nimmt inzwischen an einigen Schulen einen wichtigen Platz in der Schulprogrammentwicklung ein. Bisher wurde „Im Gleichgewicht“ an Berufsschulen, der 6. Und 7. Klasse der Hauptschule und auszugsweise an einem Gymnasium durchgeführt. Dabei wurde das Konzept jeweils an den entsprechenden Schul- und Klassentyp angepaßt. "Im Gleichgewicht" ist eine Weiterwntwicklung des von Dr. Wolfgang Mazur entwickelten Projektes "Auf die coole Tour - Ich entdecke mich selbst".

Kontakt:
Fachstelle Prävention in Frankfurt am Main

Projektbeschreibung:

„Im Gleichgewicht“ gliedert sich in fünf Phasen:
  1. Kennenlernen, Aufwärmen, Vertrauen finden (3 Einheiten)
  2. Erlebnispädagogischer Exkurs (3 Einheiten)
  3. Fähigkeiten entdecken, Kooperation üben (6 Einheiten)
  4. Standfestigkeit und Durchsetzungsfähigkeit üben (2 Einheiten)
  5. Information und Interaktion zu Sucht, Drogen und Gesundheit (3 Einheiten)
Die Schüler/-innen durchlaufen in Form von Interaktionsübungen diese fünf Phasen. Mit unterschiedlichen Methoden (Gespräch, Rollenspiel, Modellernen, positive Verstärkung, Übungen, Ausflüge/Klettern, Erfahrungsfeld der Sinne) sollen die allgemeine Lebenskompetenz der Teilnehmer/-innen, ihre Kompetenz zu eigenverantwortlichem Handeln zur Bewältigung der Lebensanforderungen einschließlich möglicher Probleme und Krisen bewußt gemacht und gefördert werden. Hierzu gehören sowohl die Entwicklung von alternativen Erlebnisformen („Wie verschaffe ich mir Wohlbefinden?“) als auch die Entwicklung von Standfestigkeit bei sozialer Beeinflussung. Ziel ist es, durch Veränderungen von Einstellungen und Stärkung des Selbstwertgefühls einen indirekten Einfluss auf Drogenkonsum und Suchtverhalten auszuüben.

Das Projekt-Team

Das Projekt-Team besteht aus der/m Klassenlehrer/-in, einer Suchtpräventionsfachkraft der Fachstelle Prävention und ggfs. einem weiteren Kooperationspartner in der Schülerbörse.

Umfassende Dokumentationen des Projektes „Im Gleichgewicht“ sind bei der Fachstelle Prävention erhältlich.
 

"Mit Kopf, Herz und Hand"

Das Suchtpräventionsprojekt "Mit Kopf, Herz und Hand", wurde von Frau Dagmar Wieland (Fachstelle für Suchtprävention Main-Kinzig-Kreis) Ende der 90er Jahre entwickelt. Seitdem wurde es an vielen Schulen in Hessen mit Erfolg durchgeführt.
Kontakt:
Fachstelle für Suchtprävention im Main-Kinzig-Kreis
"Mit Kopf, Herz und Hand" soll die Lebenskompetenzen der SchülerInnen fördern und sie unterstützen ihre Lebensaufgaben einschließlich der Probleme und Krisen eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu bewältigen. Das Konzept berücksichtigt alters- und geschlechtsspezifische Aspekte. Es trägt zur Verbesserung des Klassenklimas und zur Integration aller Kinder bei. Das präventive Gebot "Vorbeugen ist besser als heilen" wird innerschulisch und im sozialen Lebensraum der SchülerInnen verankert.

Das Projekt "Mit Kopf, Herz und Hand" ist unterteilt in acht Bausteine, die sich aufeinander beziehen und aufeinander aufbauen.
  1. Affektives Training
  2. Life Skill Training
  3. Erlebnispädagogik
  4. Standfestigkeitstraining
  5. Infobaustein
  6. Elternarbeit
  7. Suchtprävention als Qualitätssicherung des Schulprofils
  8. Kommunale Vernetzung
Das Projekt kann in unterschiedliche Fächer integriert werden, insbesondere in den KlassenlehrerInnenunterricht. Die Hauptzielgruppen sind SchülerInnen des 5. und 6. Schuljahrs. Damit es entsprechend wirkt, sollte es über ein Schuljahr hinweg durchgeführt werden. Ferner sollten themenbezogen weitere LehrerInnen und Fachkräfte aus dem Bereich der Jugendarbeit hinzugezogen werden
 

"Gender Mainstream"

Die im folgenden aufgeführten Projekte richten sich an Kinder und Jugendliche, die sich im Prozess zur Definition der eigenen Geschlechtsidentität befinden.Geleitet werden diese Projekte von Katrin Arnold, Fachstelle für Suchtprävention.

Kontakt:
Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe für den Rheingau-Taunus-Kreis
  • Schönheitsworkshop für Mädchen. (Frauenbilder, Eigen und Fremdwahrnehmung, Ernährungsgewohnheiten).
  • Körperwahrnehmung, Körpersteuerung, Körpersignale
  • Konstruktion von Geschlechtsidentität, geschlechtstypischer Einsatz von Suchtmitteln
Der Begriff Gender bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechtsrollen von Männern, Jungen, Frauen und Mädchen. Diese sind, anders als das biologische Geschlecht, erlernt und veränderbar. Gender Mainstream bedeutet, bei allen Veranstaltungen die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Mädchen und Jungen zu berücksichtigen. Es gibt keine geschlechtsneutrale Wirk-lichkeit. Gender- Mainstream-Projekte haben zum Ziel, einen Beitrag zur Förderung der Gleichstellung zu leisten.

Es geht darum Geschlechtsidentität zu definieren und zu symbolisieren. Analysiert werden die Bewertung des eigenen Körpers und des Gesundheitszustandes, körperliche und psychosomatische Beschwerden und gesundheitsrelevantes Verhalten wie Rauchen, Alkohol- und Medikamentenkonsum sowie Ernährungsverhalten. In den Lösungsversuchen sind Rebellion und Anpassung, Zwänge und Wünsche, Eigen- und Fremdbilder eng miteinander verwoben.
 

"Rauchst Du noch oder lebst Du schon?"

Fortbildung zur Tabakprävention für Lehrkräfte der 7. Jahrgangsstufe

Kontakt:
Fachstelle für Suchtprävention im Suchthilfezentrum Wiesbaden
Das neue Rauchverbot an Hessischen Schulen seit dem 01.01.2005 ist als strukturelle Maßnahme sinnvoll und perspektivisch richtig. Aber erst wenn SchülerInnen nicht durch Verbote, sondern durch persönlichkeitsstärkende Maßnahmen eine bewusste Entscheidung für das Nichtrauchen treffen, ist das Ziel der „Rauchfreien Schule“ wirklich erreicht. Deshalb bietet die Fachstelle für Suchtprävention den Lehrkräften der 7. Jahrgangsstufe die Möglichkeit, sich umfassend zum Thema „Rauchen“ fortzubilden, um im Rahmen ihrer täglichen Lehrtätigkeit das Nichtrauchen thematisch einzubinden.

Projektrahmen:

Die Lehrkräfte werden im Rahmen einer Fortbildung an zwei halben Tagen die Haltung der modernen Suchtprävention kennen lernen, um das Thema sicher repräsentieren zu können. Die Praxis wird anschließend direkt anhand von Übungen aus den Themenschwerpunkten erprobt und eingeübt. Abschließend entwickelt jede Lehrkraft, zugeschnitten auf die eigene Klasse und die Möglichkeiten der Schule, ein eigenes Ablaufkonzept.

Inhalte der Fortbildung:

  • Einstieg: Sucht und Suchtursachen
  • Theorie und Praxis: Bausteine des Projektes
  • Zukunftswerkstatt: Entwicklung eines eigenen Modellprojektes
Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, an einer Fortbildung teilzunehmen, in der die Inhalte des auf diesem Projekt aufbauenden Alkoholpräventionsprojektes „It´s not hard to drink soft!“ vermittelt werden.

Finanzierung:

Fortbildungskosten entstehen keine. Der Materialordner kostet 7,50 Euro. Anfallende Unterrichtsmaterialien müssen von der Lehrkraft organisiert werden.

Eine Akkreditierung ist gewährleistet.

Themenschwerpunkte:

Präventiv: Das Tankmodell
Sucht beginnt im Alltag! Hier werden mittels interaktiver Übungen Grundkenntnisse zur Sucht und deren Ursachen gelegt. Der Blick richtet sich auf die Konsumgewohnheiten im Alltag und vermittelt Verständnis dafür, warum Sucht entsteht und was man dagegen tun kann.

Informativ: Tabak und Gesundheit
Die Wahrheit über das Rauchen! Hier werden in Kleingruppen verschiedene Blickwinkel auf die Substanz „Tabak“ erarbeitet: Die verschiedenen Giftstoffe und ihre gesundheitlichen Folgen, das Passivrauchen und Wissenswertes über die Wasserpfeife.

Protektiv: Standfestigkeit in der Gruppe
Zum Nichtrauchen braucht man Mut! Hier werden Strategien des Gruppendrucks demaskiert und u.a. in Rollenspielen Techniken zur Standfestigkeit eingeübt.

Kreativ: Nichtraucher-Kampagne
Gruppendruck positiv nutzen! Hier werden die Strategien der Tabak- und Alkoholindustrie entlarvt und in konstruktive Ideen umgewandelt: Die SchülerInnen werben bei ihren MitschülerInnen für das Nichtrauchen.
 

"It's not hard to drink soft"

Fortbildung zur Alkoholprävention für Lehrkräfte der 8. Jahrgangsstufe (Folgeprojekt zu „Rauchst du noch oder lebst du schon?“)

Kontakt:
Fachstelle für Suchtprävention im Suchthilfezentrum Wiesbaden
Wer in Zeiten von „Alkopops“ und „Binge drinking“ den Appell an Jugendliche richtet, die Finger vom Alkohol zu lassen, der lebt an ihrer Lebenswelt vorbei. Bei Alkohol als akzeptiertem, gesellschaftlichem Genussmittel muss die Suchtprävention, um glaubwürdig zu bleiben, an der Eigenverantwortung der Jugendlichen, aber auch an Alternativen arbeiten. Deshalb soll im Rahmen der Suchtprävention den Lehrkräften der 8. Jahrgangsstufe die Möglichkeit gegeben werden, sich umfassend zum Thema „Alkohol“ fortzubilden, um im Rahmen ihrer täglichen Lehrtätigkeit den verantwortungsvollen Konsum thematisch einzubinden.

Projektrahmen:

Die Lehrkräfte werden im Rahmen dieser Fortbildung an einem Nachmittag ergänzend zum Thema „Sucht und Suchtursachen“ das Thema „Rausch und Risiko“, das im Jugendalter an Bedeutung gewinnt, kennen lernen. Die Praxis wird anschließend direkt anhand von Übungen aus den Themenschwerpunkten erprobt und eingeübt. Abschließend wird es für die Lehrkräfte die Gelegenheit geben, zu entscheiden, ob und wie sie das Thema in den Schulalltag einbauen möchten.

Inhalte der Fortbildung:

  • Einstieg: Rausch und Risiko
  • Theorie+Praxis: Bausteine des Projektes
  • Zukunftswerkstatt: Möglichkeiten der Umsetzung

Finanzierung:

Fortbildungskosten entstehen keine. Die Ergänzungen der Kopien zum „Tabakpräventionsprojekt-Ordner“ betragen 2,50 Euro. Anfallende Unterrichtsmaterialien müssen von der Lehrkraft organisiert werden.

Eine Akkreditierung ist gewährleistet.

Themenschwerpunkte:

Präventiv: Das Tankmodell
Mittels eines Quizes werden Inhalte und Erkenntnisse des voran gegangenen Tabakpräventionsprojektes abgefragt und dadurch wiederholt.

Informativ: Tabak und Gesundheit
In Kleingruppen erarbeiten sich die SchülerInnen Informationen zur Substanz „Alkohol“: Wirkung von Alkoholkonsum, gesundheitliche Gefährdung bei Alkoholmissbrauch, Wissenswertes über Alkopops und Aufklärung über Co-Abhängigkeit.

Protektiv: Eigenverantwortung
Nicht der Abstinenzgedanke steht hier im Vordergrund, sondern ein eigenverantwortlicher Umgang mit dem Alkohol: Wo fängt meine Verantwortung an? Und welche Regeln setze ich mir selbst beim Umgang mit Alkohol?

Kreativ: Party ohne Alkohol
Alkohol kann auf einer Party viele verschiedene Funktionen übernehmen: Kontakt/Kennenlernen, Freundschaft/Geselligkeit, Entspannung/Genuss und Freiheit/Unabhängigkeit. Für diese Funktionen sollen nun alternative Lösungen gefunden werden: Die Party ohne Alkohol kann beginnen.
 

"Tom und Lisa"

Tom und Lisa feiern ihren Geburtstag - dieser rote Faden zieht sich für die Schulklassen der Klassenstufen 8 – 9 durch den vierstündigen Workshop zur Alkoholprävention. In einem interaktiven Planspiel sind die Jugendlichen als Geburtstagsgäste beteiligt und lernen spielerisch, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol aussieht und wie in Gefahrensituationen richtig reagiert werden kann. Tom & Lisa ist das erste evaluierte Präventionsangebot für Schulklassen zum Erwerb von Risikokompetenz im Umgang mit Alkohol.

Risikoinformationen vermitteln

Moderne Präventionsansätze für Jugendliche zum Thema Alkohol zielen neben der Verhinderung einer Suchtentwicklung insbesondere auf die Vermittlung von Risikokompetenz und damit auf die Vermeidung akuter alkoholbezogener Probleme. 2011 wurden bundesweit 26.349 Jugendliche mit einer schweren Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Die Zahl derer, die unter Alkoholeinfluss durch Verkehrsunfälle, Stürze oder gewaltsame Übergriffe Schaden nehmen, ist weit höher. Grund für riskanten Alkoholkonsum unter Jugendlichen ist meist altersbedingte Risikobereitschaft, Neugierde, Unerfahrenheit und Gruppendruck, u.a. beim Wettrinken und bei Trinkspielen. An diesen Motiven knüpft der Workshop an. Weil Jugendlichen selbst oft nicht bewusst ist, dass sie mit übermäßigem Alkohol ihrer Gesundheit schaden - oder sogar ihr Leben aufs Spiel setzen.

tom_und_lisa.png


Kompetenzen fördern

Das Programm erreicht Jugendliche in einer Entwicklungsphase, in der sie ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol machen. Ziel ist, frühzeitig ein Bewusstsein zu schaffen, dass sie sich und anderen mit riskantem Alkoholkonsum schaden können. Aber auch, dass sie es in der Hand haben, Gemeinschaft und Partyspaß ohne Probleme zu erleben. Der Workshop setzt bei den sozialen Kompetenzen und Ressourcen von Jugendlichen an, denn Studien belegen, dass die Peer-Group nicht nur einen Risiko- sondern auch einen Schutzraum darstellt. Neben Infos zu Wirkung und Gefahren von Alkohol geht es auch darum, die verbreitete Überschätzung des Alkoholkonsums bei Gleichaltrigen zu korrigieren - an der Jugendliche ihr Trinkverhalten orientieren. Der Workshop ermutigt Jungen und Mädchen, gut informiert ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für sich und ihre mitfeiernden Freunde zu übernehmen.
 

Schülerteams in Aktion

Das Programm beinhaltet zwei Module mit jeweils ca. zwei Zeitstunden im Klassenverband, moderiert von einer Fachkraft der Fachstelle für Suchtprävention. Gespielt wird mit einem großen Spielplan und verschiedenen Auftragskarten, abwechselnd in Teams und in der gesamten Klasse. Die Jugendlichen planen die Party von Tom und Lisa und lernen die gesetzlichen Bestimmungen und - mit Hilfe von Rauschbrillen - die Beeinträchtigungen durch Alkohol kennen. Gemeinsam mit ihrem Team entwickeln sie Ideen für Partyspaß ohne Alkohol. Kommt der Vorschlag gut an und sorgt für gute Stimmung in der Klasse, erhalten sie von den anderen Teams Punkte, ebenso für richtige Antworten auf Quizfragen beim Flaschendrehen. Da sich Alkoholexzesse nie ganz ausschließen lassen, wird auch die Reaktion bei einer schweren Alkoholvergiftung geübt: Einschätzung der Gefahrensituation, Notrufnummer, welche Infos braucht die Rettungsstelle? Der Workshop regt zudem einen Perspektivenwechsel mit den Eltern an, indem die Jugendlichen diskutieren, welche Haltung ihrer Eltern sie sich wünschen und wie sie später als Eltern ihre Kinder im Umgang mit Alkohol erziehen würden. Zum Schluss werden die neuen Informationen, Diskussionsergebnisse und Erfahrungen mit der gesamten Klasse aufbereitet, um gemeinsam eine Party zu planen.
 

Die Eltern mit einbeziehen

Es ist bekannt, dass Familiengespräche eine protektive Wirkung bezüglich frühem und riskantem Alkoholkonsum bei Jugendlichen entfalten. Zwischen den beiden Workshop-Modulen werden die Jugendlichen deshalb gebeten, anhand eines Fragebogens ein „Elterninterview“ zu führen, als Impuls für ein Familiengespräch über die Risiken von Alkohol und die Erwartungen und Wünsche von Jugendlichen und Eltern. Ein Brief an die Eltern im Vorfeld vermittelt Informationen und Erziehungstipps zum Schutz von Kindern und Jugendlichen und kündigt das Eltern-Interview an. Zusätzlich bietet die KKH-Allianz an manchen Schulen einen Sicherheitscheck an, um das Gelernte zu verstärken. Zur Vertiefung erhält die begleitende Lehrkraft Vorschläge für die didaktische Nachbereitung.
 

Prävention von Glücksspielsucht

Das vorliegende Unterrichtsmaterial zur Prävention von Glücksspielsucht richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sek II der gymnasialen Oberstufe/ Berufliche Schulen und wurde vom SuchtPräventionsZentrum in Hamburg entwickelt.
Die Materialien beinhalten drei Module, die zum Ziel haben bei Schülerinnen und Schülern erste Spielerfahrungen hinauszuzögern und einen reflektierten und kontrollierten Umgang mit Glücksspielen zu erwirken.

Checkliste: Zu Beginn und am Ende füllen die Schülerinnen und Schüler eine Checkliste aus, mit deren Hilfe sie das eigene Wissen zum Thema abfragen können.

Einstieg: Nach einer Einführung können die Schülerinnen und Schüler an eigene Kenntnisse und Erfahrungen anknüpfen. Sie lernen die Merkmale einer Glücksspielsucht kennen und wägen gemeinsam ab, welches Glücksspiel ein hohes Gefährdungspotential hat. Anhand eines Fallbeispiels lernen sie die 3 Phasen einer Glücksspielsucht kennen.

Stationen Parcours: An 13 interaktiven Stationen können die Schülerinnen und Schüler selbstständig, zu zweit oder in der Gruppe zum Thema Glücksspielsucht arbeiten. Dadurch erhalten sie die Möglichkeit, Wissen und Kenntnisse zu erwerben, zu erweitern und eigenes Verhalten zu reflektieren und ggf. zu verändern. Alle Stationen sind selbsterklärend und brauchen nicht moderiert zu werden.

Abschluss: In einer Abschlussrunde wird die Unterrichteinheit beendet. Hier geht es um eine Bilanzierung, was hat gut gefallen und was ist offen geblieben. Außerdem gehen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam der Frage nach „Was kann mich davor schützen, spielsüchtig zu werden?“ Spielsuchtprävention Unterrichtsmodule Sek II